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Öffis halten an Busroute fest

Bad Münder. Mit dem Umzug der Grundschule Bad Münder von der Kellerstraße in die ehemalige Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule ändert sich auch der Schulweg für die Kinder. Während sich für die Schüler aus der Kernstadt die Eltern über die sicherste Strecke den Kopf zerbrechen, haben sich die Öffis, Verwaltung, Landkreis, Polizei und Elternvertreter gemeinsam über die Route des Busses Gedanken gemacht, der die Schüler aus Nettelrede und Luttringhausen befördert. Das Ergebnis hat bei den Mitgliedern des Bauausschusses Stirnrunzeln ausgelöst.

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Autor:

Mira Colic

Dabei wollte Uwe Hünefeld nur kurz die Ausbauplanung der neuen Bushaltestelle am Laurentiusweg vorstellen. Umso überraschter zeigte sich der Leiter des Fachbereichs Bauen angesichts der Kritik der Ausschussmitglieder, die monierten, dass die Kinder morgens an der Bahnhofstraße aus dem Bus steigen – und nicht direkt vor der Schule.

Für Mathias Marschall, Verkehrsplaner bei den Öffis, ist die Situation indes eindeutig: „Es besteht keinerlei Gefahr für die Kinder, weil sie keine Straße überqueren müssen, um morgens zur Schule zu kommen.“ Der Sicherheitsaspekt sei somit erfüllt. „Und für den Nachhauseweg hält der Bus dann direkt vor der Schule am Laurentiusweg. Da sehe ich die Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen, als weitaus gefährdeter.“ Aufgrund der engen zeitlichen Abläufe innerhalb des Linienverkehrs sei eine Änderung der Verkehrsführung weder möglich noch nötig.

Um den Bereich der Bushaltestelle möglichst sicher für die Kinder gestalten, wird der Laurentiusweg von der Wall- bis zur Bahnhofstraße mit Durchfahrtsverbotsschildern für den Verkehr gesperrt. Außerdem wird die Fahrbahn in dem Bereich vor der Schule verengt, sodass nur ein schmaler Streifen neben dem Bus bleibt, an dem etwa Radfahrer vorbeikommen. Außerdem soll am Laurentiusweg in Zukunft die Vorfahrtsregel rechts vor links gelten. Die Verwaltung hofft, dass die Fahrer somit gezwungen werden, sich an die in der Wallstraße bereits geltende Geschwindigkeitsbegrenzung Tempo 30 zu halten.

Ein Wartehäuschen wird nicht aufgestellt, weil die Kinder in einem geschützten Bereich an der Schule warten können, von wo aus der Bus zu sehen ist. Die Ausbaukosten belaufen sich auf 25 000 Euro. Die Stadt hat einen Antrag auf Förderung beim Landkreis gestellt.



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