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70 Jahre Kita Eimbeckhausen: Als Erzieher „Tanten“ waren

EIMBECKHAUSEN. Eimbeckhausen im Jahr 1947: Wo nach Kriegsende Flüchtlinge untergebracht wurden, wird eine Kindertagesstätte wiedereröffnet. Eine Einrichtung, die heute noch besteht. Die DRK-Kita Eimbeckhausen feierte jetzt ihr 70-jähriges Bestehen.

Das Personal der Kita Eimbeckhausen: Seit 2015 leitet Kathrin Pietschmann (rechts) die Einrichtung. Foto: Dittrich
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Zum Abschluss einer ganzen Festwoche konnte die derzeitige Leiterin Kathrin Pietschmann zahlreiche Gäste begrüßen. Darunter auch Erzieher aus der Gründungszeit, darunter Erzieherin Anni Nolte. Die Frau, die vor kurzem erst ihren 90. Geburtstag feierte, arbeitet in den ersten Jahren in der Einrichtung und kümmerte sich um die Kinder. Es ist eine Zeit, in der die Betreuerinnen noch Tante genannt werden, später Kindergärtnerin. „Ich habe sie auch immer so genannt“, gesteht Martin Skorupski, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands, als er an seine Kindheit zurückdenkt.

Es ist eine Zeit, in der Kitas mehr Unterbringungsort als Bildungseinrichtung sind. „Heute ist das ganz anders“, sagt Skorupski anerkennend und richtet sich direkt an die aktuellen und ehemaligen Erzieher: „Danke, dass sie diesem Wandel immer gefolgt sind.“

Der Wandel der Kita stand denn auch im Mittelpunkt der Feierstunde. Vom Wiederaufbau der Kita 1947, über die Übernahme der Trägerschaft durch den DRK-Kreisverband im Jahr 1989 bis hin zum Umbau 1991 und dem Bezug der neuen Räume im Jugendmusikschule-Gebäude – der Ort für Kinder in Eimbeckhausen war dem stetigen Wandel unterworfen, wie Skorupski skizzierte.

Das Kita-Personal hatte für das 70-Jährige Bestehen der Einrichtung das Motto „70 Jahre Abenteu(r)er“ gewählt – eine doppelte Anspielung auf Abenteuer des Erzieheralltags und den Nachwuchs-Abenteurern, die die Kita besuchen. Das jüngste Abenteuer für Pietschmann: Der neu eingerichtete Sportraum im Keller (wir berichteten) stand nach den Regenfällen der vergangenen Monate unter Wasser. „Wir konnten ihn kein Mal nutzen“, erklärt Pietschmann im Gespräch.

Wie stark verankert die Bildungseinrichtung im Ort ist, erklärte Ortsbürgermeister Bernd Schöbel. „Viele bringen schon in der dritten Generation den Nachwuchs hin.“ Die Kita in direkter Nachbarschaft zur Grundschule sei ein fester Bestandteil des Dorflebens. Als Zeichen dafür spendete der Ortsrat eine Wilkhahn-Schaukelplastik – eine Neuauflage eines Modells aus den fünfziger Jahren. An die ersten Plastik-Möbel von Wilkhahn erinnert sich auch Anni Nolte: „Dazu gab es auch Stühle und Tische.“

Das Familienfest im Anschluss war dann das Finale für Groß und Klein, nachdem eine Woche lang mit der Grundschule, Eltern und ehemaligen Erziehern gefeiert worden war.



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