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Elisabeth-Selbert-Schüler engagieren sich für bedürftige Personen in Osteuropa

66 Kartons von Schülern gepackt

Hameln. Ging man in den letzten Tagen und Wochen durch die drei Standorte der Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) in Hameln, sah man in den Klassen Schülerinnen und Schüler, die aus Schuhkartons und Geschenkpapier Weihnahtsüberraschungen zauberten. Sie wollen damit Kindern fröhliche Momente zu Weihnachten bescheren, indem sie sich an der humanitären Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ beteiligten. Bei dieser Aktion werden Schuhkartons mit allerlei kleinen Geschenken (wie Spielzeug, Kuscheltiere, aber auch Zahnbürsten und Schulhefte) gepackt. Viele Schüler der Elisabeth-Selbert-Schule haben die Möglichkeit genutzt, den beschenkten Kindern auf diesem Wege und in verschiedenen Sprachen Briefe zu schreiben, in denen sie etwas von sich und Hameln berichtet oder auch Fotos in die Kartons gelegt haben. Passend zu der Zeit, in der das Martinsfest gefeiert wird und Weihnachten ganz allmählich in den Fokus rückt, war auch auf den Schulfluren der ESS der Wunsch deutlich zu spüren, großzügig zu teilen und anderen eine Freunde zu bereiten. In diesem Jahr gehen die Pakete an bedürftige Kinder in die Regionen Süd-Osteuropa. Ruth Strehle von der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Hameln, die eine Sammelstelle der Aktion hier in der Region eingerichtet hat, bedankte sich bei allen Schülerinnen und Schülern für insgesamt 66 Schuhkarton-Geschenke und zudem für eine gesammelte Spende für den Transport der Kartons in Höhe von 329 Euro. Ruth Strehle wies noch einmal darauf hin, dass auch in Zeiten, in der die Flüchtlingskrise in Deutschland in den Medien und den Köpfen der Menschen eine wichtige Rolle spielt, wir die vielen weiteren hilfsbedürftigen Menschen in Hameln, Deutschland und der Welt nicht vergessen dürfen. Durch das soziale Engagement der Schülerinnen und Schüler an der Elisabeth-Selbert-Schule ist 66 bedürftigen Kindern Osteuropas das Glitzern in den Augen geschenkt worden, wenn diese ihre Geschenke unterm Weihnachtsbaum entdecken werden. Weitere Informationen zum Projekt „Weihnachten im Schuhkarton“ kann man der Internetseite des Vereins „Geschenke der Hoffnung e.V.“ entnehmen (https://www.geschenke-der-hoffnung.org/projekte/weihnachten-im-schuhkarton/). Dieser trägt die entsprechenden Spendensiegel und ist zertifiziert. „Wir haben auch umfangreiches Informationsmaterial erhalten, die zeigen, dass (die) Pakete ankommen“, berichtet Studienrat Philipp Dreps auf Anfrage dieser Zeitung. Die Aktion wird vor allem in Australien, Finnland, Großbritannien, Irland, Japan, Kanada, Neuseeland, Spanien und den USA durchgeführt. Insgesamt wurden die Schuhkartons bereits in 150 Länder ausgeliefert. Die in Deutschland gepackten Pakete werden überwiegend in Osteuropa verteilt. Vor Ort helfen die Gemeinden, bedürftige Personen zu finden, die die Schuhkartons erhalten sollen. Die Aktion begann mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1989 und den im Frühjahr 1990 veröffentlichten Bildern von verwahrlosten Kindern aus Rumänien. Der Engländer David Cooke rief öffentlich dazu auf, für die Waisenkinder zu sammeln, was zu der Idee führte, Geschenke in Schuhkartons zu sammeln. Es packten weltweit immer mehr Menschen Schuhkartons, weshalb Cooke die Kampagne „Operation Christmas Child“ 1993 an die internationale Organisation „Samaritan’s Purse“ übergab. Innerhalb von 20 Jahren konnten über 100 Millionen Schuhkartons ausgeliefert werden.




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