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Pörtner: Zukunftsorientierte Seniorenpolitik auch für Bückeburg immer wichtiger

"65-Jährige sind keine Alterstrottel": CDU beleuchtet die Einwohnerzahlen

Bückeburg (bus). Der demografische Wandel in Deutschland als Herausforderung auf nationaler und regionaler Ebene ist Thema einer Informationsveranstaltung des CDU-Ortsvereins gewesen.

Referent Friedel Pörtner unterstrich, dass jede Kommune vom Alterungsprozess betroffen sein werde. Deshalb stelle eine von der Bau- und Verkehrsplanung bis zur Gesundheits- und Bildungspolitik reichende zukunftsorientierte Seniorenpolitik eine zentrale kommunale Aufgabe dar, betonte der frühere Landtagsabgeordnete. Dabei stehe die Aktivierung der Potenzialeälterer Menschen besonders im Fokus, komme deren Interessenvertretung in den kommunalen Parlamenten eine immer wichtigere Rolle zu. Pörtner: "Eine zielgruppenorientierte Infrastrukturausstattung wird notwendig. Neu zu schaffende, zu erhaltende oder anzupassende Einrichtungen sind genau zu analysieren. Bei ungenauer Beachtung lokaler und regionaler Situationen drohen gravierende Fehlplanungen und Fehlinvestitionen." Darüber hinaus gelte es, die Flächenentwicklung aktiv zu steuern. Dem Grundsatz "Innenentwicklung geht vor Außenentwicklung" folgend, müssten Siedlungsentwicklungen außerhalb der Zentren begrenzt sowie Investitionen in Erhalt und Ausbau der urbanen Mittelpunkte getätigt werden. Das Ex-MdL griff auf zahlreiche Studien und statistische Erhebungen zurück, die jenseits kommunalpolitischer Entwicklungen insbesondere in der zukünftigen privaten Finanzstruktur erheblichen Handlungsbedarf ausmachten. "Heute finanzieren 100 Erwerbstätige 44 Ruheständler, 2050 wird das Verhältnis eins zu eins sein", stellte Pörtner die "explosiven Zahlen" vor. "Es wird Kämpfe geben", deutete er unvermeidliche Auswirkungen des Zusammenspiels von steigender Lebenserwartung, sinkender Geburtenraten und unsicherer Zuwanderung. Die Betrachtung spezieller Bückeburger Aspekte geriet ein wenig diffizil, alldieweil in den Statistiken unterschiedliche Vorhersagen zu finden sind. Während es in den Untersuchungen der Bertelsmann-Stiftung mit der Bevölkerungszahl der Ex-Residenzstadt rapide bergab geht (von derzeit etwa 20 800 auf 19 100 im Jahr 2020) errechnet das Landesamt für Statistik für den gleichen Zeitraum einen nicht minder flotten Anstieg auf 21 700. Unabhängig von der Datenflut plädierte Pörtner (66) - "um es mal auf den Punkt zu bringen" - dafür, nicht alle 65-Jährigen als Alterstrottel zu bezeichnen.




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