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56 Flüchtlingswohnungen in der Stadt

BAD MÜNDER. 56 Wohneinheiten für Flüchtlinge hat der Landkreis in Bad Münder noch angemietet – Stand 1. Dezember 2017. Nur zwei von ihnen standen leer – es handelt sich um die beiden sogenannten Puffergebäude in Bad Münder und Hachmühlen mit einer Kapazität von je 20 Plätzen.

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Von den restlichen Wohnungen hat der Landkreis einer Statistik zufolge sieben Einheiten langfristig angemietet, von denen wiederum fünf mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Mit den 56 Wohneinheiten liegt Bad Münder im Landkreis-Vergleich recht weit vorne. Nach Hameln – mit 129 Einheiten wenig überraschend auf Platz 1 – verzeichnet nur noch Hessisch Oldendorf (60) mehr Anmietungen. Insgesamt sind die Zahlen deutlich zurückgegangen – von landkreisweit 570 angemieteten Wohnungen im Dezember 2016 auf 377 ein Jahr später. Der Landkreis hatte den Kommunen auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszuzugs angeboten, als Mieter aufzutreten, um so mehr Anreize zu schaffen, Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Durch wegfallende Wohnungen hatte der Landkreis zuletzt 7000 der vorher 25 000 Euro Monatsmiete gespart. Eine vorzeitige Kündigung der weiteren leeren Wohnungen mit langfristigen Verträgen (sieben in Bad Münder) hatte Landrat Tjark Bartels abgelehnt: Man wolle zu seinen Verträgen stehen, um nicht als Kreis seinem Ruf als Vertragspartner zu schaden.

Die Puffergebäude in Bad Münder seien aufgrund ihres Zuschnitts ohnehin nur „für eine vorübergehende, grundsätzlich aber nicht für eine dauerhafte Unterbringung geeignet“, betont der Landkreis. Die Mietverträge für beide Gebäude laufen noch bis März 2021 – so solle der von der Stadt Bad Münder getragene Aufwand zur Herrichtung für Unterbringungszwecke refinanziert werden. Es sei aber ohnehin schwierig einzuschätzen, wie sich der Zuzug von Flüchtlingen entwickeln werde – oder welche der noch belegten Wohnungen wann frei würden. In Einzelfällen wolle man aber langfristig angemietete Wohnungen auch für andere sozial benachteiligte Personen zur Verfügung stellen.zett

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