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Bundesliga Spiel am Freitag

5:1 beim FSV: Bayer-Offensive als Mainzer Fastnacht-Killer

Mainz (dpa) - Mit einem Offensiv-Festival ist Bayer Leverkusen in der Fußball-Bundesliga vorerst auf einen Europapokal-Platz gestürmt.

Leverkusens Karim Bellarabi (l-r), Kevin Volland und Julian Brandt jubeln nach dem Treffer zum 3:1 gegen Mainz durch Brandt. Foto: Torsten Silz

Autor:

Andreas Schirmer und Claas Hennig, dpa

Das Werksteam setzte sich am Freitagabend zum Auftakt des 21. Spieltages vor allem dank einer starken ersten Halbzeit hoch verdient mit 5:1 (4:1) bei Mainz 05 durch und leistete damit auch Wiedergutmachung für das peinliche Achtelfinal-Aus im DFB-Pokal am Dienstag beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim. «In der ersten Halbzeit war das Spiel offen. Das hätte Mainz ein, zwei Tore mehr machen können», sagte Bayer-Coach Peter Bosz bei Eurosport. «In der zweiten Halbzeit haben wir das richtig gut gemacht und alles kontrolliert.»

Wendell (5.), Kai Havertz (20.), Julian Brandt (30.) und Karim Bellarabi (43.) sorgten schon vor der Pause mit ihren Toren für den Stimmungskiller beim Mainzer Fastnacht-Heimspiel. Der überragende Brandt (64.) markierte vor 21.905 Zuschauern mit seinem zweiten Tor den Endstand.

«Vom DFB-Pokal mal abgesehen, sind wir in der Bundesliga auf gutem Kurs. Ich hoffe, dass - so schmerzhaft es war - der Pokal ein Ausrutscher war», sagte der Mann des Spiels, der neben seinem ersten Doppel-Pack in der Bundesliga auch noch zwei Tore vorbereitete. Er mahnte: «Jetzt aber wieder in komplette Euphorie auszubrechen, wäre falsch.»

Die Stimmung bei den Mainzern war indes auf dem Tiefpunkt, auch wenn sie von ihren Fans gefeiert wurden. Für die überforderten Gastgeber, die in närrisch-bunten Karnevals-Trikots antraten, hatte Robin Quaison (9.) zum 1:1 getroffen. Doch das hatte die Laune der Mainzer nur kurz angehoben. «Es hat sich gar nicht so schlecht angefühlt. DIe Leverkusener waren aber brutal effektiv und haben das gut gemacht», sagte Defensivspieler Daniel Brosinski und warnte seine Mannschaft vor der Restsaison: «Wenn wir so weiter spielen, wird es knapp.»

Nach dem dritten Bundesliga-Erfolg nacheinander - eine solche Serie gelang Bayer zuletzt vor drei Jahren - kletterten die Leverkusener mit 33 Zählern vorerst auf den fünften Rang. Die bislang überzeugenden Mainzer mussten fünf Tage nach dem 0:3 in Augsburg den zweiten Rückschlag hinnehmen und blieben mit 27 Zählern auf Rang elf.

Bayer-Coach Bosz reagierte auf die Pokal-Pleite in Heidenheim und änderte in Mainz sein Team auf fünf Positionen. Der Niederländer vertraute der Startformation, die in der Vorwoche Rekordmeister Bayern München mit 3:1 bezwungen hatte. Und er hatte Erfolg.

Dabei gehörten die ersten Minuten noch den Mainzern. In der zweiten Minute hätte Jean-Philippe Mateta beinahe einen Bayer-Fauxpas genutzt. Drei Minuten später begann dann das Angriffs-Festival - auch begünstigt durch Mainzer Fehler: Wendell nutzte die erste Torchance der Gäste nach einer Kombination von Kevin Volland und Bellarabi. Zwar konnte der Schwede Quaison (9.) nach einem Eckball ausgleichen. Doch Bayer ließ sich nicht mehr davon beeindrucken.

Vor allem Nationalspieler Brandt, aber auch Bellarabi und Volland wirbelten die FSV-Abwehr durcheinander. So brachte Havertz (20.) sein Team wieder in Front, Brandt (30.) erhöhte nach Doppelpass mit Volland. Sekunden zuvor hatte Bellarabi nur die Latte getroffen. Kurz vor dem Wechsel traf er dann besser und ließ mit seinem Schuss vom rechten Strafraumeck FSV-Torwart Florian Müller keine Chance. Eine Minute zuvor hatte Müllers Teamkollege Aaron Pech, als er nur die Latte traf. Mehr war von den Mainzern aber nicht mehr zu sehen.

Im zweiten Abschnitt beruhigte sich die Partie. Die laufstarken Leverkusener behielten weiter die Kontrolle. In der 50. Minute verpasste Leon Bailey nur knapp das 5:1. Brandt holte dies nach etwas mehr als eine Stunde nach. Mainz ergab sich seinem Schicksal. Bayer durfte ungehindert kombinieren und das Spiel herunterspulen.



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