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Stefan Schade sucht Sponsoren für Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika / 1800 Euro fehlen

500 000 Menschen auf einem Quadratkilometer

Niedernwöhren (gus). Bundeswehr oder Zivildienst sind für Stefan Schade nicht mehr das Pflichtprogramm, wenn er im Sommer sein Abitur ablegt. Dennoch will sich der Niedernwöhrener nicht gleich in die Berufsausbildung beziehungsweise ins Studium stürzen. Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) will er einlegen. Dafür braucht er aber Sponsoren.

In einem Township in Johannesburg, einem echten sozialen Brennpunkt, will Schade als Lehrer einer Schule arbeiten. Dort leben nach dessen Worten 500 000 meist farbige Menschen auf einer Fläche von einem Quadratkilometer. Aus Wellblech, Plastik und Holz sind die Unterkünfte der Menschen teilweise zusammengezimmert.

Gemeinsam mit einem weiteren FSJler aus Berlin würde er für zwölf Monate das Kollegium unterstützen und Kinder aus ärmsten Verhältnissen unterrichten. Ziel des Projektes ist, den benachteiligten Township-Kindern eine Schulausbildung zu ermöglichen.

Denn eine Verbesserung der Zukunftsperspektive armer Menschen sei der beste Weg, um in Südafrikas Gesellschaft die Schere zwischen Arm und Reich zu schließen. Schade will dazu einen Teil beitragen. „Durch Bildung kann man helfen“, ist er sich sicher. Und: „Das wird eine gute Erfahrung.“

Das glaubt auch Hans-Heinrich Tatge, der als einer der ersten Sponsoren nach der Familie eingesprungen ist. 75 Prozent der Kosten für das FSJ trägt der Bund, 25 Prozent verteilen sich auf Sponsoren, die Schade selbst suchen muss. Tatge ist Südafrika-Liebhaber und kennt die erheblichen Probleme der Gesellschaft aus zahlreichen Besuchen. Schon zu Apartheid-Zeiten habe er Kontakte zu Menschen in dem Land gehabt.

Mittlerweile habe sich viel getan, doch die Schieflage sei noch immens. Es gebe beispielsweise echte Tagelöhner in Südafrika, die am Straßenrand warten, in der Hoffnung, es hole sie ein kurzfristiger Arbeitgeber ab. Ohne zu wissen, welche Arbeit auf sie wartet und wie diese entlohnt wird.

Umso mehr unterstützt Tatge das Ansinnen Schades. Auch weil er als Mitarbeiter des Projekts Windheim in Probsthagen mit eigenen Augen sieht, wie gut ein FSJ jungen Menschen tut, denn der Betrieb beschäftigt auch solche Hilfskräfte. „Man spürt die Veränderung deutlich“, meint Tatge, der Schade mit einer dreistelligen Euro-Summe unterstützt.

Tatge hebt hervor, wie sehr sich der junge Niedernwöhrener für sein wohltätiges Ansinnen ins Zeug legt. Schließlich muss sich der 17-Jährige seine Sponsoren mitten im Abiturstress suchen. Denn im September soll das FSJ starten.

Weitere Sponsoren werden benötigt. „Es fehlen jetzt noch 1800 Euro“, sagt Schade, der nicht nur auf Privatleute wie Tatge setzt, sondern auch auf Unternehmen oder Organisationen, die sich finanziell beteiligen wollen. Wer Schade unterstützen möchte, wird gebeten, sich per E-Mail an sschade@gmx.de oder unter Telefon (0 57 21) 9 37 53 66 an den Abiturienten zu wenden.




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