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50 Mitarbeiter verlieren ihren Job in Rinteln

Landkreis/Rinteln (crs). Die Sanierung des Klinikums Schaumburg kommt vorerst ohne betriebsbedingte Kündigungen aus. Und: Das Leistungsspektrum am Krankenhaus-Standort Rinteln wird nicht eingeschränkt. Das sind die beiden guten Nachrichten, die Klinikum-Geschäftsführer Christian von der Becke den Krankenhaus-Mitarbeitern bei einer Versammlung in der vergangenen Woche verkündet hat. Schlechte Nachrichten aber gibt es auch: Um Arbeitsabläufe zu verschlanken, wird in der kommenden Woche die dritte Etage im Krankenhaus Rinteln geschlossen. 33 Vollstellen fallen so weg, rund 50 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz in Rinteln. Zu einem großen Teil – von der Becke spricht von über 50 Prozent – werden diese Bediensteten im Krankenhaus Stadthagen weiterbeschäftigt. Einige Menschen aber verlieren dauerhaft ihren Job, und das zum Teil bereits Ende August: Etliche befristete Arbeitsverträge in beiden Häusern werden nicht verlängert.

Bereits am kommenden Dienstag greifen die Veränderungen: Um den Personalaufwand und dadurch die Kosten zu reduzieren, gibt das Krankenhaus Rinteln alle Betten auf Ebene 3 auf. Angesichts der schwachen Auslastung von aktuell maximal 60 Prozent ist diese Lösung sogar ein Kompromiss: „Wir wären in der Lage, unsere Leistungen auf einer einzigen statt auf bislang drei Ebenen anzubieten“, schildert von der Becke die Situation. Durch diese interne Neustrukturierung sei das Rintelner Krankenhaus nach wie vor in der Lage, das komplette Leistungsspektrum anzubieten, betont von der Becke: „Und wenn die Nachfrage steigt, ist es ein Leichtes, auch wieder mehr Betten aufzustellen.“

Die 50 Mitarbeiter, die ihren Job im Krankenhaus Rinteln verlieren, arbeiten zum größten Teil in der Pflege: Rund 30 im Pflegedienst Beschäftigte sind von der Neustrukturierung betroffen, etwa zwölf aus dem medizinisch-technischen Bereich, rund acht aus dem sogenannten „administrativen Bereich“ – aus Labor, Küche und Reinigung also.

Vor allem Mitarbeiter aus der Pflege und dem Funktionsdienst treten bereits in der kommenden Woche ihre neuen Aufgaben in Stadthagen an – allein in der Pflege sind es 13 Mitarbeiter, knapp neun Vollstellen. Nicht zuletzt durch diese aus Rinteln umgesetzten Mitarbeiter wächst die Zahl der Vollstellen am Krankenhaus Stadthagen auf 335 – vor zwei Jahren waren es noch 323. Umgekehrt stellt sich die Entwicklung am Krankenhaus Rinteln dar: Durch das Aus für Ebene 3 wird die Zahl der Vollstellen von 269 im Jahr 2008 bis Jahresende auf knapp unter 200 sinken.

Bis Ende September kehrt jetzt erst einmal Ruhe im Klinikum ein: Erst dann wird die Entwicklung neu beurteilt, werden weitere Sanierungsmaßnahmen beschlossen. Das dürfte nicht zuletzt für die Rintelner Gynäkologie ein entscheidender Zeitraum sein: „Es wird stark davon abhängen, inwieweit es uns gelingt, den ambulanten mit dem stationären Sektor zu verbinden“, betont von der Becke die Bedeutung der Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten. „Wir sind mit Rintelns Ärzten im Gespräch.“




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