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Gemeinsam gelebt und gearbeitet / Sport, Reisen und Wanderungen mit dem Cockerspaniel halten sie jung

50 gemeinsame Ehejahre bei den Jungs

Hameln. Am 27. August 1964 wurden sie im Standesamt in Hameln getraut und zwei Tage später, am 29. August 1964, erfolgte die kirchliche Trauung in der St.-Augustinus-Kirche an der Lohstraße.

Die Hochzeitsfeier fand im Hotel Monopol in der Deisterstraße statt, in dem Saal, in dem Albert Jung Jahre zuvor noch geboxt hatte. Beide Eheleute stammen aus Schlesien. Albert Jung wurde in Korschwitz, Kreis Strehlen, 1937 geboren. Seine Frau erblickte als Ingrid Hirschberg 1944 in Breslau das Licht der Welt.

Beim Tanz in den Mai, einer Veranstaltung der katholischen Jugend, damals noch im Saal in Thiemanns Hotel, sahen sich die beiden zum ersten Mal. Ein paar Wochen später trafen sie sich bei einer ähnlichen Veranstaltung am gleichen Ort zufällig wieder. Das war 1961, und es wurde eine dauerhafte Liebe daraus. Im März 1963 feierten sie Verlobung, und als eine Wohnung in Aussicht stand – das war in jenen Tagen auch nicht ganz so einfach – wurde geheiratet. „Da ich noch keine 20 Jahre alt war – mit 21 wurde man erst volljährig – musste ich die Einwilligung meiner Eltern erhalten“, erzählt Ingrid Jung. „Da mein künftiger Mann ein guter Handwerker ist, gaben meine Eltern die Unterschrift gern“, denn Albert Jung half damals schon in seiner Freizeit im Glasereibetrieb seiner Schwiegereltern. Als gelernter Tischler hatte er mehrere Jahre in der AEG gearbeitet, in der Hoffnung, später einmal die Stelle eines Betriebstischlers dort zu bekommen. Nach der Verlobung und wegen Arbeitskräftemangels ist er auf Bitten seines Schwiegervaters in dessen Betrieb mit eingestiegen, in dem bereits seine künftige Frau, die eine abgeschlossene Lehre als Fotolaborantin hinter sich hatte, im Ladengeschäft arbeitete. 1968 wurde Andreas geboren und die Familie war glücklich und komplett. Nach neun Jahren Berufserfahrung im Glaserhandwerk absolvierte Albert Jung 1972 die Meisterschule in Hadamar und übernahm als Meister 1973 das Geschäft zusammen mit seiner Frau. Albert kümmerte sich um die Werkstatt und Ingrid um das Ladengeschäft in der Lohstraße.

Im November 1997 wurde der Laden auf die Bahnhofstraße verlegt und 1999 der gesamte Betrieb an Sohn Andreas übergeben, der ebenfalls seinen Meister gemacht hat und inzwischen mit dem Geschäft zur Prinzenstraße umgezogen ist, wo sich nun Werkstatt und Verkaufsraum auf einem Grundstück befinden. Andreas Jung führt den Betrieb gemeinsam mit Ehefrau Heike im Sinne seiner Eltern weiter.

Albert Jung ist vielen Hamelnern durch seinen aktiven Boxsport in den 60er und 70er Jahren bekannt. Heute hält er sich der 77-Jährige mit Joggen fit und geht zweimal wöchentlich zum Sport. Ehefrau Ingrid frönt dem Chorgesang. Sie singt seit Jahren in der ökumenischen Chorgemeinschaft der Augustinusgemeinde. Beide schwimmen regelmäßig und machen ausgedehnte Waldspaziergänge mit ihrem Hund Thimo, einem amerikanischen Cocker. Viele Fernreisen und Kreuzfahrten durften die beiden genießen. Nachdem sie ihr Eheversprechen in der St.-Augstinus-Kirche erneuert hatten, feierten sie mit Freunden und Verwandten ihre goldene Hochzeit.

Ingrid und Albert Jung halten sich sportlich fit.




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