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Günter Haubitz und Friedrich Pörtner feierlich aus dem Schuldienst verabschiedet

40 Jahre lang vom Fünftklässler bis zum Oberstudienrat am Adolfinum

Bückeburg (rd). Selbst erst wenige Monate im Amt, konnte Oberstudiendirektor Heinz-Ulrich Gosemann zum Schuljahresende zwei altgediente Pädagogen des Gymnasiums Adolfinum in den Ruhestand verabschieden. Dabei zeigen die Lebenswege von Günter Haubitz und Friedrich Pörtner auch, wie unterschiedlich Berufslaufbahnen sein können.

"Friedel" Pörtner nimmt die Pensionierungsurkunde von Schulleite

Vierzig Jahre hat Haubitz insgesamt am Adolfinum verbracht - vom Fünftklässler bis zum Oberstudienrat. In einer pointierten Rede ließ er vor dem versammelten Kollegium ein paar Stationen noch einmal Revue passieren. Von Probeunterricht am Gymnasium war die Rede, an einen "freien Elternwillen" war 1954 noch nicht zu denken. Junge Kollegen wurden über die Sechs-Tage-Woche informiert und mit längst vergessenen Regularien wie dem "Vorabitur" konfrontiert. Haubitz ersparte es seinen Kollegen, alle "Reformen" aufzulisten, die er als Englisch- und Erdkundelehrer seit Dienstantritt am Adolfinum erleben durfte. Dass er seine alte Schule mit gehobenen Ansprüchen und einer gewissen Strenge zu prägen wusste, wurde dem Pädagogen von Anke Grade als Fachobfrau Erdkunde bescheinigt. "Friedel" Pörtner dürfte heutigen Schülern allenfalls aus der Zeitung bekannt sein. Die Zeit liegt lange zurück, in der er Pennäler wie Bernd Hilder, den heutigen Chefredakteur der "Leipziger Volkszeitung", als Lehrer für Gemeinschaftskunde am damaligen Neuen Gymnasium in Stadthagen politisierte. Seit 1990 sitzt der Ende der 80-er-Jahre zum Studiendirektor des Adolfinums beförderte Pörtner für die CDU im Landtag. Er prägte die Schullandschaft als Bildungspolitiker maßgeblich, nicht erst seit der Regierungsübernahme. Schaumburger Schulleiter suchten sein Ohr, wenn es etwa um die Unterrichtsversorgung ging. Koordinator Jürgen Hockemeier würdigte anlässlich der Verabschiedung seines 17 Jahre lang "entschuldigt fehlenden" Kollegen, was Pörtner auch für den Bildungsstandort Bückeburg bewirkte, zum Beispiel durch eine große Zahl renommierter Referenten der Konrad-Adenauer-Stiftung. Dass Frau Brigitte indessen einmal als Mutter an einer Klassenfahrt teilnahm, während Pörtner emsig in Hannover wirkte, sollte sicherlich nicht unterschlagen werden.



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