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Abschied von Karl-Heinz Arnecke

35 Jahre Bergwerksverein

Osterwald. „Herr segne Streben, Schacht und Stollen. Bewahre uns vor Flut und Brand. Herr, dem wir treu gehören wollen, Du hast die Welt in Deiner Hand“ – wie immer eröffnete Hans-Dieter Kreft die Jahreshauptversammlung des Vereins zur Förderung des Bergmannswesens Osterwald mit dem „Einfahrgebet“ der Bergleute.

Im Bergort wurde die Kohleförderung zwar bereits 1953 eingestellt, doch der vor 35 Jahren gegründete Verein sorgt mit dem Betreiben des Besucherbergwerks dafür, dass dieser Zweig der industriellen Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät. In vorwiegend ehrenamtlicher Tätigkeit halten aktive Vereinsmitglieder den Hüttenstollen und das dazugehörige Museum in einem gepflegten Zustand. Dafür wurden im vergangenen Jahr 3497 Arbeitsstunden geleistet. 1703 Besucher, darunter 912 Erwachsene und 791 Kinder, haben sich bei 98 Führungen das Besucherbergwerk angesehen. „Das sind leider 322 Besucher weniger als im Vorjahr“, betonte Kreft. Der Vorsitzende des Bergmannsvereins führte das geringere Ergebnis im Wesentlichen darauf zurück, dass 2014 eine Ausstellung weniger ausgerichtet worden war.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Verabschiedung des Betriebsleiters Karl-Heinz Arnecke. Der Bauingenieur aus Goslar hatte seinen Posten in Osterwald seit 2002 inne. Aus gesundheitlichen Gründen kann er sein Amt nun nicht mehr ausführen. „Unter seiner Leitung war unser Bergwerk immer picobello in Ordnung, Arnecke hat tatkräftig mit angepackt“, betonte Kreft. Gemeinsam mit Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening bedankte sich der Vorsitzende bei dem ehemaligen Betriebsleiter für die gute Zusammenarbeit. Zur Erinnerung an die „Osterwalder Zeit“ wurde dem Harzer ein Präsent mit Abbildungen des Besucherbergwerks überreicht. Zum neuen Betriebsleiter wurde Axel Kosanke ernannt und zum Stellvertreter Eberhard Clausing. Geehrt für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Ralf Knoblauch und Henning Schlüter. Mit einem Sprung über das „Arschleder“ wurde Kai Xaver Reimann nach alter Tradition als neues Vereinsmitglied begrüßt. Übrigens: Der Bergmannsverein sucht nach wie vor junge Mitglieder. „Wer Lust hat, sich bei uns einzubringen, kann sich mit uns unter 05153/964846 in Verbindung setzen“, appelliert Kreft. Das Mitmachen lohne sich in diesem Jahr besonders, denn der Verein feiert sein 35-jähriges Bestehen. sto




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