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„30 Seconds To Mars“ lassen 8000 Passagiere einsteigen

TUI Arena wird zur Startrampe zum Mars / Nach dem Konzert zur Oscar-Verleihung

Wie beschreibt man 30 Seconds To Mars, dieses kalifornische Musikphänomen? Den Konzertbesuchern, die sich vorgestern in der TUI Arena mit der Band zum weit mehr als 30 Sekunden dauernden Trip durch die musikalische Bandgeschichte begeben haben, muss man dazu nichts mehr erklären.

30 Seconds To Mars ist ein Gesamtkunstwerk aus eingängigen Rock-Pop-Songs mit viel Sound aus Synthieklängen, brutalen, wie zerbrechlichen Klängen aus Gitarren und teilweise beatmungspflichtigen Drum-Rhythmen mit extrem tiefgelegten Bässen. Dazu kommt natürlich das Visuelle, woran Licht- und Videotechniker während der Show unermüdlich arbeiten. Und dann ist da auch die Darstellung der Bandmitglieder selbst.

Auch wenn er sich nicht gern in den Vordergrund gerückt sieht: Das Publikum verfolgt mit ihren Augen schon besonders einen Mann, der für die Lead-Vocals nun mal zuständig ist: Jared Leto – einen Musiker, der abseits seines musikalischen Schaffens in diesem Jahr nebenbei für einen Oscar nominiert ist.

Das Konzert in der TUI Arena bildet einen Trip durch die Alben „This Is War“, dessen Titelsong passenderweise mit Luftballons optisch aufgepeppt wird und ihrem aktuellen Longplayer „Love, Lust, Faith + Dreams“.

Mit „Birth“, „Night Of The Hunter“ und „Search And Destroy“ zeigt Frontmann Leto den Fans gleich, wo es lang geht: „Jump up, here the left, there the right, come on, hands up“. Da lässt der Sänger dann auch schon mal das Publikum mit dem Gesang allein, während er Kilometer auf der Bühne macht.

Jared Letos unzweifelhaft überragende Gesangsqualitäten konnte er hingegen beweisen, als er den Klassiker „The Kill“ und Rihannas „Stay“ in einer Akkustik-Version zum Besten gab. Mittlerweile geht ja fast kein Konzert ohne Unplugged-Teil. Da kann man mal durchatmen. Der Pegel sinkt, das Licht blendet insbesondere durch Stroboskope nicht mehr – alles sehr kuschelig und emotional.

Die Fans gehen besonders bei „End Of All Days“, „Kings And Queens“ und „City Of Angels“ mit. Songs, die ein wenig an U2 erinnern und gesanglich einfach manch härteren Titel aus der Setlist überstrahlen.

30 Seconds To Mars, eine Band, die man schwer beschreiben kann, so auch wie das Konzert, denn es hatte neben viel Musik, Ballons und Lichtblitzen eben auch seine seltsamen Momente. Aber nicht nur auf dem Mars sind Partys manchmal abseits vom Mainstream, wobei 30 Seconds To Mars für manch eingefleischten Fan am vergangenen Mittwoch vielleicht schon sogar etwas zu viel von diesem Etikett hatte.




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