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Abschied von älteren Schiedsrichtern hinterlässt eine Lücke / Austausch von Schiris mit Nachbarkreisen

25 Schiedsrichter machen Schluss

Hameln. Ohne gut ausgebildete und engagierte Schiedsrichter geht es nicht. Diese Prämisse gilt auch für den Fußballkreis Hameln-Pyrmont, dessen Unparteiische jetzt in der Kolonie am See einen Schlussstrich unter die Saison 2014/2015 zogen. „Wir sind mit der Arbeit unserer Unparteiischen mehr als zufrieden“, so Obmann Michael Rieke, der allerdings gleich einen Wermutstropfen hinterherschickte. „Wir haben seit der letzten Saison 25 Referees verloren, sind von 193 auf 168 gesunken. Übrigens der größte Schwund in meiner achtjährigen Zeit als Vorsitzender“, so Rieke, der die Vereine bat, für die neu angebotenen Lehrgänge geeignete Bewerber zu melden, um diese klaffende Lücke wieder zu füllen. Allein das Defizit mit älteren Kameraden zu füllen, gehe auf Dauer nicht, werde letztlich dazu führen, dass nicht mehr alle Spiele besetzt werden können.

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Als zufriedenstellend habe sich für ihn der Schiedsrichter-Austausch mit den Kreisen Hannover-Land, Schaumburg und neuerdings auch wieder mit Holzminden erwiesen. Rieke: „Unsere Kreis-Schiedsrichter müssen einfach auch einmal über den Tellerrand hinausblicken, so wie alle, die schon seit Jahren im Bezirk und noch höher pfeifen.“ Großes Lob für seine Hameln-Pyrmonter Kollegen fand auch Bezirks-Schiedsrichter-Obmann Thomas Rüdiger in seinem Grußwort. Bedauerlich findet er, dass es immer mehr Übergriffe auf Schiedsrichter gibt, eine Entwicklung, die unbedingt gestoppt werden müsse, damit die Schiris nicht um Leib und Leben fürchten müssten, wenn sie Spiele leiten. Rüdiger: „Der Fairplay-Gedanke muss wieder den Stellenwert bekommen, den ihm der DFB beimisst.“ Auch Kreisvorsitzender Andreas Wittrock lobte die Arbeit der Schwarzröcke, zollte ihnen als Ex-Schiri Respekt und forderte alle, trotz oft negativer Erfahrungen, zum Durchhalten auf.

Berichte gab es an diesem Abend von den Ansetzern Susanne Dombek-Schröder und Dieter Schröde. Sie sprachen dabei die Schwierigkeiten an, die bei kurzfristiger Besetzung von Spielen vorkommen. „Gottseidank haben wir ältere Kameraden, auf die wir zählen können und die sofort einspringen, wenn wir sie brauchen.“ Werner Jorns, verantwortlich für den Spielbetrieb der Fußball-Junioren, erläuterte die Neuerungen des DFB beim Fußball-Nachwuchs. Dazu zählt die Abschaffung der Ergebnis- und Tabellenführung bei den G- und F-Junioren, die Umstellung auf den „Futsal“ in der Halle sowie eine verbindliche Coachingzone bei Kleinfeldspielen. Da es im A-Juniorenbereich immer weniger Mannschaften gibt, soll eine Kooperation mit dem Kreis Schaumburg angestrebt werden. Diese habe sich bei den Frauen bewährt. Neben dem Kassenbericht von Norbert Handelsmann, den Rieke als „unseren wichtigsten Mann“ bezeichnete, gab es zahlreiche Ehrungen. Zum Jungschiedsrichter des Jahres wurde Niklas Krützfeldt (Klein Berkel) gewählt. Sein erwachsenes Pendant ist der Halvestorfer Gerd Nähring. Für ihre hervorragende Arbeit bekam Susanne Dombeck-Schröder vom Kreisvorsitzenden eine DFB-Urkunde sowie ein Präsent. Mit Kreisnadel und Urkunde wurden Torben Struckmeier (Großenwieden) und Felix Wittrock (Aerzen) für zehnjährige gewissenhafte Pflichterfüllung als Neutrale ausgezeichnet. 15 Jahre ist Sebastian Feig (Afferde) dabei. Er wurde mit der NFV-Verdienstnadel überrascht. Maik Giesemann (Tündern), Günter Weder (Salzhemmendorf), Murat Bas (Klein Berkel) und Guido Posekardt (Hemeringen) pfeifen seit 20 Jahren und erhielten die Silbernadel des Kreises. Und an Günter Kunde (Bisperode) ging die silberne Verdienstnadel des NFV, weil er seit 25 Jahren Spiele leitet. Die gleiche Auszeichnung in Gold ging an Norbert Handelsmann (Grohnde) und Wolfgang Klünder (Hajen) für vier Jahrzehnte an der Pfeife. Kaum zu toppen sind Karl-Heinz Winkelnkämper (Lachem) und Reinhard Rekate (Halvestorf): Sie leiten seit 50 Jahren Spiele, gehören damit zu den „Dinosauriern“ der pfeifenden heimischen Zunft und halten sich damit fit.rhs

Die geehrten, langjährigen Schiedsrichter mit Fußball-Boss Andreas Wittrock (li.).

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  • Schiedsrichter des Jahres: Gerd Nähring (li.) und Niklas Krützfeldt. rhs
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