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Rintelner Universitätswoche startet mit Eröffnungsreden, Konzertabend und Frühschoppen

25 Prozent: Männliches Uni-Interesse steigend

Rinteln (ur). "Nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten der Sommeruniversität und machen Sie auch Gebrauch von den Angeboten der reisenden Sommeruniversität in den Nachbarstädten an der Weser", beschwor Landrat Heinz Gerhard Schöttelndreier die weit über 200 Jugendlichen, die bereits am frühen Sonnabendnachmittag zur offiziellen Eröffnungsfeier auf dem Kollegienplatz erschienen waren.

Schöttelndreier machte anschließend deutlich, warum sich Stadt, Landkreis, Sparkassenstiftung und andere Sponsoren entschlossen hatten, mit der Neuauflage der Sommeruniversität eine nachhaltige Investition in die Bildung und damit in die Zukunft zu leisten. E in Gedanke, den auch Ortsbürgermeister Ulrich Goebel aufgriff, als er an die Vergangenheit Rintelns als Universitätsstadt erinnerte und daraus auch die Pflicht ableitete, dass die Stadt sich auch künftig trotz knapper werdender Mittel in diesem Bereich engagieren werde und wünschte den Teilnehmern darüber hinaus alle Möglichkeiten, die Stadt Rinteln und ihre Bürger von der besten Seite kennenzulernen. Mit einer anekdotengespickten, zugleich aber nachdenklich stimmenden Kurzanspracheübernahm es Dr. Martin Beyersdorf von der Leibniz-Universität Hannover für die beteiligten Professoren, Dozenten und Institutionen den Wert des Lernens hervorzuheben und auch den Spaß daran als elementare Voraussetzung nicht zu kurz kommen zu lassen. Anschließend blieb den "Studierenden auf Probe" nur wenig Zeit, sich im schlichten Quartier des Campus-Hotels frisch zu machen für die ersten Vorlesungen, denen dann auch bald die kleine Eröffnungsrevue im Brückentorsaal folgte. Verschiedene Mitwirkende des Kulturprogramms stellten sich dort schon mal mit Kostproben aus ihrer Arbeit vor, um für ihren Auftritt zu werben. Abräumer des Abends war dabei unzweifelhaft die eigens für diesen Anlass zusammengestellte Band "Headshots", die aus jungen Rintelnern im zarten Durchschnittsalter von höchstens 16 Jahren besteht und vor allem mit Coverversionen für Stimmung sorgte. Mit den lateinamerikanisch inspirierten Percussion-Titeln der heimischen Trommelgruppe Apba wurden die Besucher dann noch einmal so richtig wachgetrommelt, um noch einen Kurzausflug ins Rintelner Nachtleben zu machen - in den gebotenen Grenzen natürlich, denn bereits um 10.45 Uhr galt es am Sonntagmorgen - nach dem Frühstück in der improvisierten Mensa neben der reformierten Kirche - fit zu sein für die Informationen und Diskussionen der thematischunterschiedlichen Frühschoppen in Rintelner Lokalen und im VHS-Foyer, die politischen, sozialen, wirtschaftlichen und philosophischen Fragen gewidmet waren. Für die meisten war damit gestern noch lange nicht Schluss: am Nachmittag warteten die ersten Fachvorträge auf die Teilnehmer - und dann galt es am Abend auch noch, wieder die kulturelle Wundertüte zu öffnen. Richtig Stress also - und doch fanden etliche Teilnehmer und Teilnehmerinnen immerhin schon Gelegenheit, in zwischenmenschliche Beziehungen zu treten - wie das mal lebhafte, mal auf traute Zweisamkeit bedachte Miteinanderüberall im Stadtbild belegte. Darin drücke sich auch unabhängig von nachhaltigen Strategien für die Zukunft ein unmittelbar positiver Aspekt für die Rintelner Ureinwohner auf: wohl niemals sonst wirkt Rinteln so jugendlich bewegt und belebt wie in den Tagen der Sommeruniversität. Übrigens: Nachdem im Vorjahr nur gut zehn Prozent der Teilnehmer männlich waren, schoss die Zahl der Jungen diesmal auf rund 25 Prozent hoch. Man(n) scheint also langsam begriffen zu haben, dass man etwas tun will, wenn man seine Ziele erreichen möchte...




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