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Neubau des Klein Berkeler Gerätehauses verzögert sich

22 Aktive in der Wehr

KLEIN BERKEL. Gut, dass sie auch in solchen Fällen ausrücken: Ein Feueralarm hatte die Klein Berkel Brandschützer im letzten Jahr in einen Lebensmittelmarkt am Multimarkt ausrücken lassen.

Die geehrten und beförderten Mitglieder der Feuerwehr Klein Berkel. FOTO: LL
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite

Dort angekommen, stellten die Freiwilligen fest: kein Rauch, kein Brandgeruch. Wieder nur ein Fehlalarm, der ohne Grund nach Ladenschluss durch die Brandmeldeanlage ausgelöst worden war? Mitnichten. Im Markt wurde die Meldeanlage per Hand ausgelöst, die Scheibe des kleinen roten Kastens wurde eingeschlagen, der Meldeknopf manuell betätigt. Die Feuerwehrleute staunten, als sie feststellten, dass sich noch ein Kunde im Laden aufhielt. Er war nach Ladenschluss eingeschlossen worden, seine einzige Rettung: der Handfeuermelder. Die Klein Berkeler Feuerwehr befreite den Kunden schließlich aus seiner misslichen Lage. Wirklich kein alltäglicher Einsatz für die Freiwilligen.

Dies war einer der 25 Einsätze, zu denen die Feuerwehr im Jahr 2017 gerufen wurde. 13 davon waren Fehlalarme, in fünf Fällen hat es gebrannt, die anderen Einsätze verteilten sich auf Unterstützung bei Verkehrsunfällen und technische Hilfeleistungen. So lautete die Bilanz von Ortsbrandmeister Sascha Brockmann bei der Jahresversammlung der Klein Berkeler Brandschützer. Das seien für eine Ortswehr wie Klein Berkel sehr viele Einsätze. „Wir müssen deshalb auch die Tagesverfügbarkeit im Blick behalten.“

Aber sie werden genauso weitermachen, wie Brockmann betonte. „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, sagte er. Nicht von dem politischen Willen, demzufolge nun der Neubau des Klein Berkeler Gerätehauses weitere drei Jahre warten muss. Derzeit gebe es 22 Aktive in der Wehr, viel weniger dürfen es nicht werden, hieß es, damit die Einsatzbereitschaft weiterhin gewährleistet ist. Mit einer Werbeaktion haben die Brandschützer bereits versucht, neue Leute zu finden: Im Ort wurden „Löscheimer“ verteilt. Doch die Resonanz war mau: Wie Brockmann berichtete, habe man auf etwa 550 Anwerbeversuche gerade einmal zwei Reaktionen bekommen. Das Vorhaben für dieses Jahr: Es müsse weiter geworben werden für die Klein Berkeler Feuerwehr.

Immerhin mit dem Nachwuchs klappt es: 14 Jugendliche gebe es zurzeit in der Jugendfeuerwehr. Ein Lichtblick bei stagnierender Aktivenzahl. Einer, der aus der Jugendfeuerwehr zu den Aktiven gestoßen ist, heißt Angelo Schaper. Er wurde bei der Versammlung zum Feuerwehrmann befördert.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft ist Bernhard Kutter ausgezeichnet worden. Seit 40 Jahren dabei sind Wilfried Hesse und Helmut Weber.

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