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B 65: Modell komplett fertig / Erstes Planfeststellungsverfahren soll bis Weihnachten durch sein

"2+1"-Ausbau geht in die nächste Etappe

Landkreis (ssr). Die Trassenplanung für den "2+1"-Ausbau der B 65 zwischen Stadthagen und Bad Nenndorf ist nunmehr komplett fertig. Es folgt die nächste Etappe: Nach dem Zeitplan des Kreisbauamtes wird das Planfeststellungsverfahren (PFV) für den 1. Bauabschnitt (Vornhagen-Beckedorf) noch vor Weihnachten abgeschlossen. Das PFV für den 2. Abschnitt (Algesdorf - Autobahnanschluss A 2) soll 2009 abgewickelt werden. Der erste Spatenstich steht für das Jahr 2010 im Kalender, die Fertigstellung könnte 2014 sein.

Die Verantwortlichen im Kreisbauamt setzen auf sehr kurze Planfeststellungsverfahren. Denn aufgrund der vielen Gespräche mit den betroffenen Kommunen, Anliegern, Grundeigentümern und Trägern öffentlicher Belange sei in allen Teilen ein breiter Konsens gefunden worden, betonte Kreisbaudezernent Karl-Erich Smalian im Pressegespräch. Das gelte auch für die Problem-Knotenpunkte "Lohhof/Kobbensen" bei Heuerßen und "Drei Steine" zwischen Bad Nenndorf und Rodenberg (Kernpunkte der Lösungen siehe Kasten). Nach jahrelangen, teilsäußerst zähen Verhandlungen, die etliche Änderungen zur Folge hatten, konnten dem Ausbauplan letztlich alle betreffenden Gemeinden zustimmen. Große Teile des nötigen Bodenerwerbs sind schon getätigt, zwei im Wege stehende Gebäude bereits abgerissen worden. Zuletzt haben sich sämtliche Fraktionen des Kreistags in einer interfraktionellen Sitzung einhellig hinter den Ausbauplan gestellt. Dasselbe gilt für das niedersächsische Verkehrsministerium. Während des Planfeststellungsverfahrens werden die Baupläne jeweils einen Monat öffentlich ausliegen. In dieser Frist hat jeder Betroffene rechtlich die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen. Das könnte auch zu einem Gang vor das Verwaltungsgericht führen. Doch damit rechnet Smalian nicht: "Das lange Ringen im Vorfeld, das in allen Punkten zu Konsenslösungen geführt hat, wird sich jetzt auszahlen." Das PFV "werde schnell und geräuschlos über die Bühne gehen", prognostiziert der Bauamtschef. Sollten von einzelnen Bürgern dennoch Widersprüche eingehen, "kann sich das eigentlich nur umechte Kleinigkeiten handeln, die von den Gerichten mutmaßlich sehr zeitnah beschieden würden". Der Landkreis hofft jetzt auf eine schnelle PFV-Antragstellung durch das Landesstraßenbauamt in Hameln. Genehmigungsbehörde und damit für das Planfeststellungsverfahren zuständig ist übrigens der Landkreis selber, denn nach neuem Baurecht sind Landkreise die Planfeststellungsbehörden bei "kleineren Bauvorhaben an Bundesstraßen". Und in diese Kategorie fällt der "2+1"-Ausbau formell, selbst wenn es sich aus Schaumburger Sicht um ein Jahrhundertprojekt handelt. Wie lange die Bauarbeiten andauern werden, ist noch unklar. Die ungefähre Prognose: Je nachdem, wie schnell die Finanzmittel fließen, dürfte das rund 28 Millionen Euro teuere Bauprojekt drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen. Einen Trost hat das Bauamt aber schon jetzt parat: Da der überwiegende Teil der neuen Trasse neben der jetzigen Fahrbahn gebaut wird, dürften sich die Verkehrsbehinderungen auf der B 65 während der langen Bauzeit in erträglichen Grenzen halten.




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