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"Dire Strats" bringen den Kursaal zum Kochen / 200 Besucher / Publikum ist im Rauschzustand

200 Fans rufen: "Jungs, ihr seid großartig!"

Bad Eilsen (sig). "Jungs, Ihr seid großartig!" "Ihr habt einen irren Sound drauf, macht weiter!" So und ähnlich hallten am Samstag die Rufe aus einer begeisterten Menge auf die Bühne des Kursaals. Selbst die Touristikmanagerin Elke Dralle, die so manche Band hat kommen und gehen sehen, war restlos begeistert. Und das, obwohl die fünf Männer aus Bremerhaven nicht das Original sind, das es ohnehin nicht mehr gibt, sondern "nur" eine Coverband.

Der Unterschied wird zunächst einmal durch die verschiedene Schreibweise deutlich. Das deutsche Double der einst berühmten britischen Rockgruppe "Dire Straits" präsentiert sich unter der etwas durchgeschüttelt wirkenden Bezeichnung "Dire Strats". Von der Aussprache her klingt das allerdings sehr ähnlich. Viel wichtiger aber ist: Das norddeutsche Quintett hat sich in der kurzen Zeit seines Bestehens musikalisch dicht an seine Vorbilder herangearbeitet. Und das ist eine großartige Leistung, denn die "Dire Straits" vermochten einst riesige Stadien zu füllen. Entscheidend dazu beigetragen hat der hervorragende Gitarrist und Sänger Mark Knopfler, der die Band leitete. Als sich diese so überaus erfolgreiche Gruppe 1992 nach nur 14 Jahren auflöste, hatte sie bereits 120 Millionen Tonträger verkauft. Das war ein zuverlässiger Wertmesser für die Beliebtheit, vor allem bei der jüngeren Generation. Es gehörte schon Mut dazu, in die Fußstapfen dieser legendären Rockmusiker von der Insel zu treten, denen man nachsagte, dass ihre Band eine der erfolgreichsten in der modernen Musikgeschichte gewesen ist. Mit ihren Hits wie "Sultans of swing", "Money for nothing" und "Walk of life" begeisterten sie damals eine immer größer werdende Anhängerschar. Die Bremerhavener Coverband hat mit Gründer Wolfgang Uhlich einen Mann in ihren Reihen, der überzeugend seinem Vorbild Mark Knopfler nacheifert. Das ist schon virtuos, welche Klänge er seiner Gitarre entlockt. Zusammen mit dem Keyboarder Lars Leminski, dem Sänger und Gitarristen Peter Spencer, dem Bassisten Thomas Fiebig und dem Schlagzeuger Jens Gernsnoff hat es der junge Bandleader geschafft, ein Stück Musikgeschichte der 80-er Jahre wieder lebendig werden zu lassen. Die gut 200 Besucher im Kursaal ließen sich mitreißen und hätten am liebsten die Nacht zum Tage gemacht. Ohne Zugaben konnte die Gruppe nicht die Bühne räumen. Klatschend, nicht selten auch mitrockend und immer wieder begeisterte Zurufe ausstoßend, schien die Menge an den Stehtischen in einen Rausch zu geraten. Beim Wiedersehen dürfte ein ausverkaufter Saal sicher sein.

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