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M’era-Luna-Festival erlebt 13. Auflage / 39 Bands an zwei Tagen live on stage

20 000 Finsterlinge tanzen in Hildesheim

Schon am Freitag rollte eine beachtliche Lawine schwarz gekleideter Düsterrock- und Elektro-Fans per Bus, Bahn, Wohnmobil oder Auto zum Flugplatz in Hildesheim-Drispenstedt. Das M’era-Luna-Festival stand an, eins der größten Familientreffen der düsteren Szene.

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Das Festival, das Fans von Elektro- und Industrialklängen, Mittelalterrock, aber auch Punk- und Indie-Fans vereint, lockte mehr als 20 000 Gäste auf das Gelände. Sie kamen als Menschen – aber auch als Vampire, Untote und andere Fabelwesen aus ganz Deutschland, Holland und England. Die Bands traten sowohl unter freiem Himmel auf einer Hauptbühne, als auch in einem Flugzeughangar auf.

Während sich am Sonnabend auf der Hauptbühne Bands wie Fields of the Nephilim, Subway to Sally und Placebo die Ehre gaben, bebte der Hangar zu EBM-Industrialklängen von Leather Strip, De/Vision und Suicide Commando. Der strahlende Sonnenschein ließ die Schauermärchen von „Fields of the Nephilim“ erscheinen, als kämen sie geradewegs aus einer anderen Welt.

Bei den Mittelalter-Rockern von Subway to Sally sorgten publikumsübergreifende Aktionen für Tumult und Placebo bewiesen einmal mehr, dass sie eine der besten zeitgenössischen Livebands auf diesem Planeten sind.

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  • Schrill, düster, einzigartig – M’era-Luna pur.

Am Sonntagnachmittag wurde der komplette Außenbereich des M’era Luna dann auf eine Zeitreise in die frühen 1980er-Jahre geschickt: „Welle:Erdball“ brachten das Festival zum Singen und Tanzen. Motto: Es lebe die Neue Deutsche Welle! Als Krönung gab es für die Zuhörer noch übergroße Luftballons zum Spielen.

Nach „Eisbrecher“, die nach dem Amphi-Festival hier bereits die zweite große Düster-Veranstaltung in diesem Jahr beehrten, rockten die Ur-Punker von New Model Army sowie die sieben Spielmänner von „In Extremo“ die Hauptbühne, während der Hangar wieder von elektronischer Musik dominiert wurde.

Mit der Gothic Fashion Town, dem Mittelalterdorf, Modenschauen, Lesungen und den unbeschreiblichsten Marktständen ist das M’era Luna ein Festival, das über die Liveauftritte der Bands hinaus viel zu bieten hat.

Eine Spendensammlung für das Hilfsprojekt „Via Con Agua“ sowie der Aufruf zum Beitritt in den Deutschen Tierschutzbund der Gruppe „Welle:Erdball“ zeigten: Auch ein Düster-Volk hat ganz andere Facetten zu bieten. Die Planungen fürs kommende Festival laufen übrigens auf Hochtouren: Für 2013 haben bereits großartige Bands wie die Crüxshadows, Front 242 und ASP Michael Robert Rhein (alias „Das letzte Einhorn“) von In Extremo in Aktion zugesagt.



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