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Vor Gericht: Mit 1,9 Promille am Steuer gegen Bordstein gekracht / Geldbuße für Radfahrer

19-jähriger Schüler muss zum "Idiotentest"

Rinteln (maf). In zwei Fällen von Trunkenheit im Straßenverkehr hat der Rintelner Amtsrichter Christian Rost zwei 19-Jährige verurteilt: Während ein Gymnasiast in nächster Zeit 30 Stunden an gemeinnütziger Arbeit ableisten muss, ist ein Arbeiter mit einer Geldbuße von 100 Euro belegt worden.

Der 19-jährige Arbeiter war als Radfahrer mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,5 Promille auf der Bahnhofstraße unterwegs. Wegen Trunkenheit im Verkehr belegte Amtsrichter Christian Rost den jungen Mann unter Anwendung von Jugendstrafrecht jetzt mit einer Geldbuße von 100 Euro. Nach einem Diskothekenbesuch mit reichlich Wodka-Energy stieg der Angeklagte in einer Novembernacht vorigen Jahres auf sein Rad. Schwankend und mit einem zweiten Mann auf dem Gepäckträger fuhr er dann in Richtung Nordstadt. Einer Polizeistreife fiel außerdem auf, dass das Rad unbeleuchtet war und auf der falschen Straßenseite unterwegs war. Die Beamten hielten daraufhin den Arbeiter an und führten einen Alkotest durch. Allgemein gilt für Radfahrer: Schon ab 0,3 Promille kann es bei Ausfallerscheinungen (zum Beispiel Fahren in Schlangenlinien) zur Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr kommen. Unter Umständen droht auch der Verlust des Führerscheins. Ab 1,6 Promille gilt ein Radler als absolut fahruntüchtig. Sünder werden der Führerscheinstelle gemeldet. Diese ordnet möglicherweise auch Maßnahmen bis hin zur medizinisch-psychologischen Untersuchung an. Diesen sogenannten "Idiotentest" wird ein 19-jähriger Schüler auf jeden Fall machen müssen. In einem zweiten Verfahren verurteilte Richter Rost den Gymnasiasten nach einer Trunkenheitsfahrt mit dem Auto (1,9 Promille) zu 30 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Der betrunkene junge Mann hatte einige Runden auf dem Schulparkplatz gedreht und war dabei gegen einen Bordstein geprallt. Der Fall: An einem Abend im Mai traf sich der 19-Jährige gegen 23 Uhr mit mehreren Schulfreunden zu einer Privatfeier. Es wurde ordentlich Alkohol getrunken, ehe der Gymnasiast einige Stunden später zum Parkplatz seiner Schule fuhr. Dort drehte er mehrere Runden mit dem Auto und ließ die Reifen quietschen, um seiner Freundin zu imponieren. Schließlich geriet der Pkw gegen einen Bordstein. Anwohner, die sich gestört fühlten, riefen darauf-hin die Polizei. Dem Angeklagten wurde der Führerschein abgenommen. Nun hat ihm der Richter die Fahrerlaubnis entzogen und eine noch fünfmonatige Sperrfrist verhängt.




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