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ABC-Zug der Kreisfeuerwehr will weiter Mitglieder für den Katastrophenschutz gewinnen

16 Aktive dazugewonnen

Marienau. Der rückläufige Trend bei den Mitgliederzahlen in der Katastophenschutz- (KatS-) Bereitschaft der Kreisfeuerwehr wurde gestoppt. „Wir konnten die Zahlen der Aktiven wieder erhöhen. Damit haben unsere Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität in dieser Einheit offensichtlich Wirkung gezeigt und wir sind auf einem guten Weg“, betonte Kreisbereitschaftsführer Volker Winkelhake im Rahmen des Jahresabschlusses der KatS-Bereitschaft. Im Großen und Ganzen könne man auf ein eher ruhiges Jahr 2014 zurückblicken.

Noch im vergangenen Jahr verzeichneten die Verantwortlichen immer weiter zurückgehende Mitgliederzahlen vor allem im ABC-Zug der Kreisfeuerwehr. Grund dafür war nicht zuletzt der Wegfall der Wehrpflicht und damit auch des Ersatzdienstes in solch einer Katastrophenschutzeinheit. Daher wurden zusammen mit der Verwaltung des Landkreises Maßnahmen erarbeitet, die ein Mitmachen in der Bereitschaft attraktiver machen sollten, wie etwa die Fahrkostenerstattung, Parkwertkarten für gute Dienstbeteiligung und einiges mehr. Auch die Zusammenarbeit mit der Firma Wini (wir berichteten) wirkte sich aus, so- dass die Mitgliederzahl im ABC-Zug um 16 Aktive auf nunmehr 50 Brandschützer gesteigert werden konnte.

„Wir wollen aber noch mehr und werden weiter Werbung für unsere Einheit machen“, betont Volker Winkelhake. Da Hochwasser-Katastrophen wie noch 2013 im vergangenen Jahr ausblieben, stand mehr die Ausbildung im Vordergrund. Der Erkundungskraftwagen etwa nahm zusammen mit Einheiten dieser Art aus ganz Süd-Niedersachsen an einer interessanten Übung in Nienburg teil, bei der es unter anderem eine Ausbildung in „analytischer Task Force“ der Berufsfeuerwehr Dortmund gab. Als weiteren Höhepunkt führte der Bereitschaftsführer den Aufbau einer Notfallstation als Übung in Springe auf. Außerdem wurden Ersatzbeschaffungen durch den Bund für die „Dekontaminations-Einheit P (Personal)“ vorgenommen und ein abgängiger Feldkochherd durch eine Kocheinheit mit einem ersten Modul ersetzt, ein zweites soll in diesem Jahr angeschafft werden.

Der Zugführer des ABC-Zuges, Alexander Saffer, verwies in seinem Bericht auf zahlreiche Ausbildungsdienste mit dem Aufbau der Desinfektionsschleuse, Übungen mit dem Gefahrgutzug oder einem Fahrsicherheitstraining. „Im Rahmen der Truppmann-Ausbildung, Teil 2, haben wir zudem 80 Aktiven die Grundlagen der ABC-Gefahren vermittelt. Auch das brachte uns einige neue Mitglieder“, freut sich der Zugführer, der nun 50 Feuerwehrmänner und -frauen unter seiner Führung hat.

Alexander Saffer zählte noch drei Einsätze auf, bei denen der ABC-Zug Zelte und Heizung für die Einsatzkräfte stellte. Zwei weitere Einsätze gab es in Hameln für den Erkundungskraftwagen bei einem verdächtigen Brieffund im BHW oder einem Chlorgasalarm im Hallenbad. Jörg Gottschalk als Zugführer des Messzuges mit 45 Mann Personal an den Standorten Hagen, Rumbeck, Flegessen und Lauenstein berichtete von elf gemeinsamen Diensten, davon einen mit der Messleitkomponente. „Außerdem konnte wir im Kernkraftwerk üben und haben die Handhabung von Messgeräten geschult“, erwähnt Jörg Gottschalk. Viel zu tun gab es auch für die Versorgungsgruppe, für die die stellvertretende Leiterin Lena Piontek zurückblickte. Nicht nur bei Ernstfällen, wie in Hemmendorf, Hamelspringe, Kirchohsen, Voremberg oder Klein Berkel, mussten Getränke und warme Speisen geliefert werden. Auch bei mehreren Übungen oder dem Spaßmarsch der Kinderfeuerwehren sorgte die Gruppe für eine leckere Stärkung. Die Versorgungsgruppe wird in Zukunft von Sascha Dziuballe und seinem Stellvertreter Sascha Andert geleitet, die Jenny Freudenberg und Lena Piontek in diesen Funktionen ablösen. Dass in der KatS-Bereitschaft viel zusätzliche Zeit und Arbeit neben dem Dienst in der Ortswehr geleistet wird, hoben sowohl die Dezernatsleiterin Heidi Pomowski als auch Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke hervor. Der Kreisbrandmeister beförderte Oliver Schöndorf, (Messtruppführer Hagen) und Matthias Kropp (ABC-Zug/Kreisausbilder) zu Oberlöschmeistern und Stefan Ditt-rich (Messtruppführer Flegessen) zum Hauptlöschmeister. Uwe Wöhler wurde zudem von Frank Wöbbecke mit der Ehrennadel in Bronze des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen ausgezeichnet. Eine organisationsinterne Ehrung durch Bereitschaftsführer Winkelhake erhielt Jörg Gottschalk für 30 Jahre, Michael Switek für 20 Jahre und Stefan Dittrich für 10 Jahre Mitgliedschaft in der KatS-Einheit.

Die Parkwertkarten für fünf Hamelner Parkhäuser wurden aufgrund der höchsten Dienstbeteiligung ausgegeben an Mareike Conrad, Marko Hartmann, Sebastian Lemke (ABC-Zug); Uwe Wöhler, Jörg Wöhler, Thorsten Schlüter (Messzug) sowie an Lena Piontek und Jenny Freudenberg (Versorgungsgruppe). tis

Die Geehrten und Beförderten mit Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke (re.) und dem Bereitschaftsführer Volker Winkelhake (2. v. re.). tis




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