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Rund 200 Zuschauer feiern das neue Stück der Laiendarsteller

15 Jahre Theaterkiste: Spaß bei Loriot und den Panzerknackern

Waltringhausen (ede). Rund 200 Zuschauer haben am Freitag und Sonnabend das neueste Stück der Theaterkiste "Frühlinkserwachen - spät rechts einschlafen" gesehen und sich dabei köstlich amüsiert. Für den Abend anlässlich des 15-jährigen Bestehens hatten Petra Röhrbein und ihr Team eine Reihe von kleinen Stücken und komischen Szenen einstudiert und damit offensichtlich den Geschmack der Zuschauer getroffen.

Vom ulkigen Postraub mit zwei dilettantischen Panzerknackern und einer kauzigen Polizistin bis hin zum Loriot-Klassiker mit den beiden in der Badewanne sitzenden Herren Dr. Klöbner und Müller-Lüdenscheidt boten die Laiendarsteller ein buntes Repertoire an Lachnummern, das beim Publikum für reichlich Heiterkeit sorgte. Auf einen Kommers hatten die Darsteller trotz des Geburtstages bewusst verzichtet - ihnen gehe es vielmehr ums Spielen, hatte die Vorsitzende der Theaterkiste Petra Röhrbein bereits im Vorfeld verkündet. Ein paar Erinnerungen wollten die Laiendarsteller dem Publikum indes nicht vorenthalten. 15 Jahre ist es mittlerweile her, dass die Theaterkiste Premiere feierte. Mit dem Kinderstück "(K)ein Apfel für Schneewittchen" fing alles auf dem Sportplatz in Waltringhausen an. Es folgten gemeinsame Stücke, und das nicht nur aus der Not heraus. Vielmehr hätten beide etwas davon gehabt. "Die Kinder profitierten von uns und wir von ihnen", sagte Röhrbein, für die das Theaterspielen ebenso wie für die Kinder damals völliges Neuland war. Als die Erwachsenen gewissermaßen (Theater)Blut geleckt hatten, wollten sie eigene Stücke spielen und waren schon bald ebenso erfolgreich wie die jungen Darsteller. Auf die Frage, was einen überhaupt auf die Bühne treibt, reagieren die Laiendarsteller um Petra Röhrbein ganz unterschiedlich: "Weil ich schon immer mal ein anderer Mensch sein wollte", sagen die einen mit gespieltem Ernst. "Weil Hollywood mich nicht haben wollte", entgegnen die anderen mit bühnenreifem Lachen. Ganz ehrlich, ist es die "ganze Atmosphäre", sagt Röhrbein, die sie immer wieder dazu bringt, Texte einzuüben und in andere Rollen zu schlüpfen. Wenn einer von der Bühne kommt, fragt, ob er gut gewesen ist, während einer anderer noch hinterm Paravent nach seinen Schuhen oder seiner Perücke sucht - "das alles möchte ich nicht mehr missen", sagte sie. "Die Theaterkiste ist längst zu einem Stück von meinem Leben geworden." Das Publikum wird es mit Freude vernommen haben, denn weitere unterhaltsame Stunden dürften ihm damit garantiert sein.




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