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Zweigstelle der Kurt-Tucholsky-Schule in Dankersen eröffnet / Klassen mit unterschiedlichen Profilen

15 Bückeburger wechseln auf Mindener Gesamtschule

Dankersen (bus). Mit Beginn des neuen Schuljahres verzeichnet die Mindener Schullandschaft eine Veränderung, die auch für Mädchen und Jungen aus der Ex-Residenz von Interesse ist: Seit Montag existiert im Stadtteil Dankersen eine Dependance der am Königswall angesiedelten Kurt-Tucholsky-Schule. Das politische Ringen um die Vorhaltung eines Gesamtschulangebots auf dem rechten Weserufer war von Bückeburger Eltern mit Interesse verfolgt worden. Mit dem Ergebnis, dass 15 Schüler der drei zunächst installierten fünften Klassen ihren Wohnsitz diesseits der Landesgrenze haben.

Die Zweigstelle (Olafstraße 2) ist am Montag mit einer mehrstündigen Feier eröffnet worden. Die insgesamt 90 Kinder - es lagen 120 Bewerbungen vor - hörten einige Reden, lernten ihre Klassenräume kennen, pflanzten ein Apfelbäumchen und ließen 90 Luftballons in den Himmel steigen, die ihre Wünsche für die Zeit an der neuen Schule mit auf die Reise nahmen. Für die Dependance ist (bis zum zehnten Jahrgang) eine jährliche Aufstockung um jeweils drei weitere Klassen vorgesehen. Die Oberstufe verbleibt am Königswall. Die Bückeburger lernen in Dankersen gemeinsam mit Kindern aus der Mindener Innenstadt, dem rechten Weserufer, Leteln und Meißen. Um die Wissensvermittlung kümmern sich sechs Lehrer. Jede Klasse wird von einem Klassenlehrerteam geleitet. Die Klassenlehrer sind in den fünften und sechsten Jahrgangsstufen mit sehr hohen Stundenzahlen in ihren Klassen vertreten, was eine enge und vertrauensvolle Beziehung verspricht. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich die Pädagogen dazu bereit erklärt, einige Nebenfächer fachfremd zu unterrichten und sich hierfür intensiv in eine bislang unbekannte Materie einzuarbeiten. Die Gesamtschule hebt sich von den anderen Mindener Schulen durch die Profile der einzelnen Klassen ab. Es gibt eine Sportklasse, eine zweisprachige Klasse mit der Schwerpunktsprache Englisch und eine mit einem musisch-künstlerischem Schwerpunkt. In ihrem jeweiligen Schwerpunktfach haben die Kinder zwei zusätzliche Unterrichtsstunden pro Woche. Das Klassenprofil wirkt sich auf den Fachunterricht aus, in welchem die Lehrer durch die Wahl der Inhalte und Methoden die jeweilige Neigung der Schüler fördern. Wie am Hauptstandort profitieren alle Kinder der fünften und sechsten Klassen von zwei verbindlichen, zusätzlichen Stunden für den Deutschunterricht. In diesen werden die Mädchen und Jungen anhand regelmäßiger Leistungsdiagnosen individuell in den Bereichen gefördert, die ihnen besondere Mühe bereiten. Einen weiteren Schwerpunkt bilden enge Kooperationen mit externen Partnern aus dem wirtschaftlichen, kulturellen und sportlichen Bereich, die speziell bei der Profilbildung der Themenklassen wichtige Rollen spielen. Durch den intensiven Einsatz offener Unterrichtsformen, fächerverbindender Projekte und individueller Wochenplanarbeit soll der einzelne Schüler mit viel Spaß und vielen Erfolgserlebnissen an eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen herangeführt werden. Um den morgendlichen Stress zu reduzieren, wird es eine offene Eingangsphase geben. Obwohl der Unterricht erst um 8 Uhr beginnt, sind die Lehrer bereits ab 7.50 Uhr in den Klassen. In diesen zehn Minuten können die Kinder ankommen, ihre Materialien auspacken und sich mit den Mitschülern austauschen. Auch für private Gespräche mit dem Lehrer bleibt somit mehr Zeit.




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