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TUI-Arena: Glanzvolles Comeback von Roxette bei „Nokia Night Of The Proms“

15 000 begeisterte Fans erleben einen zweitägigen Klassik/Pop-Hochgenuss

„The same procedure as every year“ – es gibt eigentlich nichts, was bei der „Nokia Night Of The Proms“ verboten ist: Es darf geschunkelt, getanzt, gesungen und geklatscht werden – eine Kleiderordnung gab es beim wohl populärsten Klassik/Pop-Event Europas eh noch nie.

Der Klassik-Opener „Also sprach Zarathustra“ von Johann Strauss spannt den Bogen über Haydn bis zu Domenico Scarlettis Stück „Metamorphosis“, das von den ungarischen Gitarristen „Katona Twins“ in beeindruckender Weise interpretiert wird. In der zweiten Hälfte der Show verzaubern Peter und Zoltan Katona die „NNOTP“-Besucher noch mit einem wahren Saiten-Gewitter, das mit Songs wie „Sweet Home Alabama“, „Teen Spirit“, „Bad“ und „Black & White“ über ihre Köpfe fegt.

Sie strahlt über das ganze Gesicht, ist stolz wie Oskar – ohne Zweifel, die junge Österreicherin Christina Stürmer ist ihrer Nachnominierung voll und ganz gerecht geworden und heimst für ihr „Ich lebe“ eine ordentliche Tüte Beifall vom begeisterten Publikum ein.

Moderator Uwe Bahn verteilt Rosen, während das Orchester Il Novecento unter der Leitung des Dirigenten Robert Groslot mit Tschaikowskys „Blumenwalzer“ für reges „Tanzbein-Schwingen“ in den Gängen der TUI-Arena sorgt.

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„Let me go – I walk alone and yet I never say goodbye“, röhrt „Heaven 17“-Shouter Glenn Gregory ins Mikro und gibt damit den Startschuss für den Tauchgang in die 80-er. Zusammen mit seinem musikalischen Partner Martyn Ware holt er nach Christina Stürmer zum zweiten Mal die Fans von den Sitzen. Der Überhit „Temptation“ entwickelt sich zum ersten Abräumer des Abends – Gregory wird dabei von einer der drei „NNOTP“-Background-Sängerinnen, Liv van Aelst, unterstützt.

„Wish I Could Fly“ – doch so manchem stockt der Atem, als Roxette-Sängerin Marie Fredriksson zunächst in einem türkisfarbenen Anzug auf einem Stuhl sitzend von unten auf die Bühne hochgefahren wird und dort auch verharrt. Entwarnung gibt es erst nach der Pause, denn Fredriksson wirkt bei „The Look“ noch geschwächt, aber äußerst kämpferisch. Sie sind wieder da – Roxette – die Mitte der Achtziger mit Songs wie „It Must Have Been Love“, „Listen To Your Heart“ und „Joyride“ zum weltweiten Siegeszug in die Charts auszogen. Spürbar genießt die Schwedin und ihr Partner Per Gessle das Bad in der Menge.

Seine bekanntesten Hits „Lucifer“ und „Don’t Answer Me“ lässt er in der Schublade – stattdessen gibt es die Songs „Eye In The Sky“ und „Silence And I“, letzteren widmet Alan Parsons seinem kürzlich verstorbenen Freund Eric Woolfson, der mit ihm das „Alan Parsons Project“ 1975 aus der Taufe hob. Da sich Parsons schon immer mehr seinem Keyboard und seiner Gitarre verpflichtet fühlte, holte er sich als Verstärkung den etwas aufgedrehten, aber stimmgewaltigen PJ Olsson ins Boot.

Bereits bei der ersten Tour, 1985, wirkte Multiinstrumentalist und Sänger John Miles bei der „Nokia Night“ mit – noch heute gilt der Engländer als wichtigster Baustein im überdimensionalen „NNOTP“- Puzzle. Immer wieder brilliert der 60-Jährige, insbesondere mit seiner Stimme, wenn er in den musikalischen Schatztruhen seiner Kollegen kramt. So gibt es unter anderem euphorischen Beifall für seine Interpretation des Led Zeppelin-Songs „Stairway To Heaven“, den er zusammen mit den Katona Twins performt.

Zum Schluss die „Nokia Night“-Hymne „Music“ – so schön kann „Musik“ sein.

Bejubeltes Comeback von Roxette




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