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Gerätehaus der Feuerwehr eingeweiht / Stadt springt mit 1500 Euro in die Bresche

1350 Stunden für Umbau gerackert: Das Ergebnis kann sich sehen lassen

Scheie (mig). "Was lange währt, wird endlich gut", freute sich Ortsbrandmeister Andreas Dettmer anlässlich der Einweihung des umgebauten Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Scheie. Im Zuge der vor zweieinhalb Jahren begonnen Maßnahme wurden im Obergeschoss ein Schulungsraum, zwei Toiletten und ein Büro eingerichtet, im Erdgeschoss bauten die Blauröcke den Umkleidebereich aus. Aufgrund des großen ehrenamtlichen Einsatzes der Scheier Brandschützer und vieler Materialspenden kostete die gesamte Maßnahme lediglich 13500 Euro.

Die Jugendwehr freut sichüber den neuen Umkleidebereich - und pl

Über mangelndes Engagement seiner Truppe kann sich Ortsbrandmeister Andreas Dettmer nicht beklagen. 1350 Stunden arbeiteten die Scheier am Umbau - 850 Stunden im Obergeschoss, 500 Stunden im Erdgeschoss. "Zwar hat es dadurch etwas länger gedauert; ohne diese Eigenleistung hätten wir den Umbau aber nicht so günstig bewältigen können", betonte Dettmer. Auch "Bauleiter" Michael Bschor zeigte sich in einer Ansprache zufrieden mit dem Ergebnis. "Wir haben das Geld der Stadt ausschließlich für Material ausgegeben", betonte der stellvertretende Ortsbrandmeister. Zwar sei es nicht immer einfach gewesen, zwischen den Wünschen der Stadt und der Feuerwehrleute zu vermitteln, trotzdem habe die Aufgabe viel Spaß gemacht. "Danke, dass ihr so gut bei der Stange gehalten habt", sagte Bschor in Richtung seiner Kameraden. Ein großes Lob spendete der Vize-Ortsbrandmeister der Stadt für ihre "unbürokratische Hilfe": "Wie bei allen Projekten, ging auch bei uns irgendwann das Geld aus. Es haben 1500 Euro gefehlt, die die Stadt aber sofort bewilligt hat." Durch die zusätzliche Finanzspritze habe der Umkleidebereich für dieJugendlichen verwirklicht werden können, so Bschor. Angesichts der "ehrenamtlichen Leistung der Ortsfeuerwehr Scheie" sparte auch Reiner Brombach nicht mit Komplimenten: "Es ist ein gelungenes Werk, das erheblich mehr Geld wert ist, als die Stadt aufbringen musste", sagte Bückeburgs Bürgermeister. Zwar habe man sich zunächst gefragt, ob durch die Nähe zum Dorfgemeinschaftshaus nicht Kosten gespart werden könnten. Ihn persönlich hätte letztlich die Enge, in der die Scheier Feuerwehrleute vorher ihren Dienst leisten mussten, überzeugt. Brombach: "Es sind schöne Räume geworden, in denen es sich gut arbeiten und schulen lässt." Stadtbrandmeister Johannes Malsch erinnerte die Festbesucher dann daran, dass ein großer Teil der entstandenen Kosten auf keiner Rechnung zu finden seien. "Aufgrund der Eigenleistungen konnten nicht nur die Sozial- und Schulungsräume, sondern auch der Geräteraum umgebaut werden." Durch den Ausbau des lange vermieteten Obergeschosses (Schulungsraum, WCs, Büro) können die Scheier Brandschützer jetzt 75 Quadratmeter Fläche zusätzlich nutzen. Im Erdgeschoss wurde eine Garderobe für Einsatzkleidung eingerichtet.

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