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Beliebter Brauch für Groß und Klein kommt an

13 Osterfeuer und ein voller Zentner Süßes

Bad Münder (hzs). „Echt, bei uns sind die lange nicht so groß wie hier“, freut sich die zehnjährige Rachel aus Cuxhaven. Sie macht Osterferien bei ihren Großeltern in Bad Münder und wollte sich das traditionelle Osterfeuer auf dem BIK-Gelände keinesfalls entgehen lassen.

Feuer macht die Besucher in Bakede durstig.

Das wurde pünktlich beim Sonnenuntergang um 20 Uhr von BIK-Chef Hubertus Japes und dem Schüler Pascal Bruhns angezündet. Da aber waren die vielen hundert Besucher bei Würstchen, Bier und der Musik der Freiwilligen Feuerwehr schon längst in allerbester Osterfeuer-Feierlaune. „1600 Würstchen, 40 Helfer, Brandwachen, es ist an alles gedacht“, so der mit rot-weißer Schutzweste bekleidete Japes. Der Erlös gehe in diesem Jahr an die Kindergärten.

Rund 500 Würstchen packen einige Kilometer entfernt die Bakeder auf den Grill. Weit draußen, neben dem Freibad, lodert ihr als Kegel aufgeschichteter Holzstapel in die Höhe. „Das ist eigenes Holz aus dem Wald“, so der stellvertretende Ortsbrandmeister Sven Wüstenfeld. In Bakede ist die Feuerwehr Veranstalter und erntet viel Lob. „Tolle Sache, super organisiert“, lobt Ratsherr Peter Meyer. „Früher gab´s auch mit Sperrmüll Probleme, aber jetzt kontrollieren wir und schichten erst relativ spät auf“, erklärt Wüstenfeld.

Von Bakede geht es rüber zum Hassel bei Eimbeckhausen. Hoch oben verbrennt die „Osterfeuergemeinschaft“ den in den letzten Wochen zusammengetragenen Strauchschnitt. Während „Osterhäsin“ Irmi Bartels an der Kasse Verzehrbons verkauft, erklärt Wilfried Grube aus Waltershagen: „Seit 13 Jahren holzt die ´Rentnerband´ die dürren Äste aus Gärten und den Hecken der Feldwege aus. Wir sind eine freiwillige Gemeinschaft, ohne Verein, ohne Vorstand. Das läuft bestens.“ Der rüstige Senior hat noch am Mittag eineinhalb Stunden lang Brennmaterial mit der Motorsäge zerkleinert. Seine Frau Arnhild am Imbissstand schätzt die Besucherzahl anhand der Würstchen. „500 Würstchen also etwa 300 Besucher, ein guter Schnitt.“

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Ostersonntag 15 Uhr am Kurpark: Der große Auftritt von „Söltjer“ Klaus Kork. Ins braune Osterhasenkostüm aus dem Hamelner Fundus gezwängt, verteilt er in schweißtreibender Arbeit knapp einen Zentner Süßes. „Nur wer eines der 250 im Kurpark versteckten Eier bringt, kriegt was“, so die Idee, aber binnen Sekunden sieht sich Hase Kork umringt und überrannt von großen und kleinen Schokohasenjägern. Trotz Regentropfen ein Riesenspaß findet auch die zehnjährige Joana und ihr fünf Monate alter Echthase Tapsi.

13 Mal Feuerzauber, ein Zentner Süßes, viele Tausend Bratwürstchen und Hunderte glücklicher Einwohner und zufriedener Gäste – kein Zweifel. Es ist Ostern in Bad Münder.

Osterhase Klaus Kork hat alle Hände voll zu tun (l.). Tarek (11), Julia (11) und Ferienkind Rachel (10) auf dem BIK-Gelände (M.). Guter Besuch beim Feuer auf dem Hassel in Eimbeckhausen (r.). Fotos: hzs



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