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Seniorenhof "Rosenhof" investiert drei Millionen Euro in Erweiterungsbau

125 Tonnen Stahl für 35 Wohnungen

Stadthagen (sk). Der Seniorensitz "Rosenhof" an der Hüttenstraße erhält einen Anbau mit 35 Appartements. Drei Millionen Euro, finanziert über die Sparkasse Schaumburg, investiert Bauherr Wolfgang Blindow in das Projekt, mit dem der "Rosenhof" wirtschaftlich zukunftsfähig gemacht werden soll.

Mit dem Anbau stockt das Seniorenheim seine Kapazität von 90 auf 125 Betten auf. Das, so Blindow in einer Ansprache beim gestrigen Richtfest, sei eine Notwendigkeit. Ein Unternehmen müsse eine Mindestgröße haben, um in Zukunft bestehen zu können. Weiterhin wolle der "Rosenhof" dem demografischen Wandel Rechnung tragen. 2050 werde es dreimal soviele 80-Jährige geben wie heute, so der Unternehmer. Der Anbau erhält komfortable Einzelzimmer. Damit setze man auf den Anspruch zukünftiger Bewohner, sagte Geschäftsführerin Edith Seddig. Einzelzimmer werden im Seniorensitz Standard sein, sofern nicht finanzielle Aspekte dagegen sprächen, so Seddig. Jeweils aus einem kombinierten 18 bis 28 Quadratmeter großen Wohn- und Schlafraum, aus Bad, Balkon und Flur besteht ein Appartement im neuen zwei Etagen zählenden Anbau. Dieser erhebt sich freitragend über einem eingeschossigen bereits bestehenden Bau an der Westseite des "Rosenhof"-Hochhauses. Stahlträger überfangen den Flachbau und tragen den neuen Wohnkomplex auf einer Grundfläche von 600 Quadratmetern. "Trotz der Olympischen Spiele in Peking" hätten es Architekt und Baufirma geschafft, 125 Tonnen Stahl "nach Stadthagen zu kriegen", witzelte Bernd Hellmann in seinem Grußwort. Der Bürgermeister spielte auf die Knappheit des zurzeit weltweit stark nachgefragten Baustoffs an. Tatsächlich, so der für die Planung des Drei-Millionen-Projektes zuständige Mindener Architekt Hans-Dietmar Schöne, sei die Stahlbeschaffung nicht so ganz einfach gewesen. Verbaut hat die Doppel-T-Profile das Bauunternehmen Hartmann aus Minden. Dessen Inhaber Wilhelm Südmeier zelebrierte gestern den Richtspruch. Die Fertigstellung ist für Anfang April kommenden Jahres terminiert. Interessenten für die entstehenden Appartements können sich allerdings bei der Leitung des Seniorenheims schon ab sofort melden. Wolfgang Blindow bedankte sich anschließend ausdrücklich bei der Sparkasse Schaumburg für deren finanzielles Engagement beim Anbau. Bereits vor 50 Jahren habe er von der Sparkasse einen "Blanko-Kredit" für sein Bildungsunternehmen, die Dr.- Wolfgang-Blindow-Schulen, erhalten. Damals wie beim neuen Bauprojekt habe sich die Sparkasse weitsichtig gezeigt - aktuell im Gegensatz zu anderen Banken, "die in Amerika ihr Geld verjubelt haben", formulierte der Unternehmer.




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