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Großbrand im Interseroh-Holzkontor in Berenbusch / Lagerhalle zerstört / Holzschnitzel schwelen

120 Feuerwehrleute löschen 700 Tonnen Holz

Bückeburg (kk). Großalarm für die Bückeburger Feuerwehren: Bis zu 120 Einsatzkräfte bekämpften gestern ein Feuer in einer 1500 Quadratmeter großen Lagerhalle der Firma Interseroh Holzkontor am Berenbuscher Hafen. 700 Tonnen Altholz-Hackschnitzel, die in Biomassekraftwerken verfeuert werden, standen zunächst inFlammen, schwelten dann trotz massivem Wasser- und Schaumeinsatzes noch den ganzen T ag vor sich hin. Ausgebrochen war das Feuer in der Nacht zum Freitag, auch gestern Nachmittag stand noch eine dichte Rauchwolkeüber Berenbusch, Brandgeruch wurde durch den Wind bis in die Kernstadt getragen.

Nach Angaben der Polizei bestand für die Anwohner zu keiner Zeit eine Gefahr. Schadstoffmessungen hätten nur die Hälfte der zulässigen Werte ergeben. Vorsorglich wurde aber im Rundfunk gewarnt, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Intersehroh Niederlassungsleiter Jörg Große-Wortmann wies darauf hin, dass in der Halle nurungefährliches und unbelastetes Material gelagert worden sei. Gegen 2.25 Uhr alarmierte ein Anwohner zunächst die Polizei: In Richtung Hafen Berenbusch würde es erheblich qualmen. Die Besatzung eines Streifenwagen der Bückeburger Polizei stellte vor Ort starke Rauchentwicklung aber noch kein offenes Feuer fest. Dann drang Flammenschein aus einer großen Lagerhalle am hinteren Ende des Geländes. Inzwischen waren die Bückeburger Feuerwehren alarmiert worden. Unter der Leitung von Stadtbrandmeister Dirk Hahne waren zeitweise bis zu 120 Feuerwehrleute im Einsatz. Es war schnell klar, dass die Halle auch unter Einsatz von sehr viel Wasser, das aus dem Mittellandkanal gepumpt wurde, nicht gerettet werden konnte. Immer wieder fanden die Flammen neue Nahrung in den Holzschnitzeln. Als schwierig und gefährlich erwies sich die Annäherung an die Halle: Teile der Dachkonstruktion stürzten ein. Ein Übergreifen der Flammen auf eine angrenzende Lagerhalle konnte aber verhindert werden. "Um 4.21 Uhr hatten wir den Brand dann unter Kontrolle", erklärte der Bückeburger Ortsbrandmeister Nils Koß im Gespräch mit unserer Zeitung. Damit ließ sich aber immer noch kein Ende des Einsatzes absehen. In den frühen Morgenstunden wurde damit begonnen, die Halle zu räumen. Mit zwei schweren Radladern wurden die Holzschnitzel auf eine Freifläche gebracht, dort ausgebreitet und abgelöscht. In der Halle flammten immer wieder Glutnester auf.Die Arbeiten zogen sich bis in die Abendstunden hin, am frühen Nachmittag waren noch 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie wurde vor Ort verpflegt und immer wieder ausgetauscht. Neben den Bückeburger Feuerwehren waren die Umweltschutzeinheit des Landkreises und der Gerätewagen Atemschutz der Kreisfeuerwehr im Einsatz. Hinweise auf die Brandursache gibt es noch nicht, die Brandermittler des Polizeikommissariats Bückeburg haben inzwischen ihre Arbeit aufgenommen. Auch über die Schadenshöhe gibt es noch keine Angaben, Interseroh konnte aber den Betrieb in Teilbereichen des riesigen Geländes weiterlaufen lassen. Verletzt wurde niemand.




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