weather-image
23°

10 000 Bäume für den Steinbruch

Hamelspringe. Wenn sich im Steinbruch Hamelspringe etwas tut, wird das nicht erst seit der Diskussion um eine mögliche Asche-Einlagerung von den Einwohnern der anliegenden Sünteldörfer aufmerksam beobachtet. Die Antwort auf die Frage, warum in den vergangenen Monaten außergewöhnlich viele Sattelzüge den Steinbruch anfuhren, wird jetzt beantwortet: Die Steinbruch-Sohle wird aufgeforstet.

270_008_7058683_lkbm101140104_steinbruch_pflanzung_14.jpg

Rund 22 000 Tonnen Erde aus dem Bereich Rodenberg wurden dazu in den Steinbruch gefahren – sie sollen die Grundlage dafür bilden, dass sich auf der Sohle ein Wald entwickeln kann. Die Forstgenossenschaft Bakede als Eigentümerin hatte bereits im Anschluss an die Deponie-Diskussion erklärt, an den Plänen, nach Abbauende im unteren Teil des Steinbruchs wieder einen Wald entstehen zu lassen, festhalten zu wollen. Vollzogen wird damit das, was mit der Norddeutschen Natursteinindustrie (NNG) als Abbauunternehmen und der Unteren Naturschutzbehörde zur Rekultivierung vereinbart worden war.

In einem ersten Schritt wurden die Betriebsanlagen abgerissen, lediglich ein Gebäude mit der elektrischen Versorgung blieb stehen. Unter strengen Auflagen wurde Boden eingebracht, mindestens einen Meter stark sollte die Schicht sein, auf die jetzt Bäume gesetzt werden – und das nicht zu knapp: Revierförster Horst Ebeling hat mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt, was gepflanzt werden soll. Rund 10 000 Bäume sind für die 18 000 Quadratmeter Sohlflächen im unteren Teil des Steinbruchs vorgesehen, der obere Teil ist noch nicht stillgelegt. „Ausgewählt wurden Roterle, Bergahorn, Rotbuche, Stileiche und Hainbuche“, erklärt Ebeling. Den größten Anteil an der Neupflanzung haben Bergahorn und Stieleiche mit jeweils 3000 Stück. Mehr als 16 000 Euro kosten allein die jungen Bäume.

Gepflanzt werden sie derzeit von Mike Knabe, Stefan Schulz und Allan Newbold. Das eingespielte Team bringt pro Tag rund 1000 Bäume in die Erde – in ebenen Flächen ein paar mehr, in schwierig zugänglichen Stellen wie den Wallbereichen deutlich weniger.

Angelegt wird auch ein Wall im Steinbruch, der mit Weißdorn, Schlehe, Schneeball, Hasel und Pfaffenhütchen besetzt wird, auch ein etwa zehn Meter breiter „Sukzessionsstreifen“ – dieser Bereich wird bewusst nicht aufgeforstet um beobachten zu können, wie sich das Areal unbewirtschaftet entwickelt. Sorge bereitet Ebeling aktuell allerdings die große Trockenheit: Stetiger Regen wäre ideal, um den neu gepflanzten Bäumen einen guten Start zu ermöglichen.jhr



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt