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Zwei Talente wollen sich beweisen

Springe/Bad Münder. Handball spielen Senia Mehnert und Finja Krone schon, seit sie laufen können. Weil ihre Eltern und die großen Brüder spielen, waren die beiden 14-Jährigen schon als kleine Mädchen regelmäßig in der Halle – und haben offenbar jede Menge Talent geerbt. Morgen reisen beide mit der Auswahlmannschaft des Handballverbandes Niedersachsen (HVN) zu den Ländervergleichsspielen des Jahrgangs 1999 nach Merzig im Saarland.

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Für Senia, die für die HSG Badenstedt spielt, ist es das erste große Turnier mit der Auswahl. Aufgeregt ist sie noch nicht, „das kommt wahrscheinlich erst am Freitag“. Die Linkshänderin hat bei der TuSpo Bad Münder begonnen. Nach der vergangenen Saison wechselte sie zunächst zur TSG Emmerthal, weil sie bei ihrem Heimatverein nicht mehr in der Landesliga spielen konnte. Dort war sie ohnehin die herausragende Spielerin – was den Nachteil hatte, „dass ich meistens alles alleine machen musste“. Die Belastung wurde dadurch zu hoch, sie bekam Knieprobleme. In Emmerthal blieb sie nur zwei Wochen. „Es hat mir nicht gefallen“, sagt sie. Jetzt spielt sie bei der HSG Badenstedt und kommt dort in der B- und C-Jugend zum Einsatz – nicht mehr als Spielmacherin wie bei der TuSpo, sondern auf Rechtsaußen.

In den Punktspielen ist Finja ihre Gegnerin. Die Springerin, die wie Senia am Otto-Hahn-Gymnasium in die neunte Klasse geht, ist im vorletzten Jahr von den Handballfreunden erst zur HSG Hannover-West, dann zum DSV Hannover 78 gewechselt, wo sie auf der Mittelposition und im linken Rückraum spielt – und mit der C-Jugend die Landesliga-Tabelle anführt. Badenstedt, das im vorigen Jahr mit der weiblichen B-Jugend Deutscher Meister wurde, war für sie keine Option – als sie wechselte gab es dort noch keine C-Jugend, die in der Landesliga spielte.

Für Finja ist es das zweite Turnier mit der HVN-Auswahl. Schon beim EWE-Cup im Juni war sie dabei – Senia war damals noch auf Reserve. „Es ist schon was Besonderes, wenn man gegen andere Auswahlmannschaften spielt“, sagt Finja, die vor allem den Trainern beweisen will, „dass es richtig war, uns einzuladen“.

Über eine Handball-Karriere haben die beiden Talente bisher nicht nachgedacht. „Erstmal würde ich es gerne unter die besten zwölf schaffen, die zur DHB-Sichtung fahren“, sagt sie – wie das geht, hat ihr ihr Bruder Jannes Anfang des Jahres vorgemacht.

Als Reserve des HVN-Kaders ist für das Turnier im Saarland auch Anna Christina Westphal aus Bad Münder nominiert. Die Trainer zweifeln nicht an ihren Fähigkeiten, die Torhüterin, die wie Senia bei der HSG Badenstedt spielt, war vor wenigen Wochen allerdings schon beim HVN-Pokalturnier des 1998er-Jahrgangs in Emmerthal im Einsatz.jab

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