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Handballfreunde fahren am zweiten Weihnachtstag mit arg dezimiertem Kader nach Wilhelmshaven

Zwei Kleinbusse reichen

Die Handballfreunde Springe haben einen luxuriösen Mannschaftsbus. Zum Zweitligaspiel am Sonnabend beim Wilhelmshavener HV reisen sie aber mit Kleinbussen an.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Springe. Neue Spieler liegen bei den Handballfreunden Springe nicht auf dem Gabentisch – deshalb reichen am Sonnabend auch zwei Kleinbusse, um die Reise zum Auswärtsspiel beim Wilhelmshavener HV anzutreten. „Ich habe nur neun Leute“, sagt Interimstrainer Slava Gorpishin vor dem Aufsteigerduell, das am zweiten Weihnachtstag um 19.30 Uhr angepfiffen wird.

Pünktlich zum Fest kommt es knüppeldick beim Schlusslicht. Der zuletzt starke Torwart Mustafa Wendland hat sich zwei Monate lang mit einer Knöchelverletzung geplagt – am Dienstag wurde er operiert. Bei Kreisläufer Oliver Tesch war es mit einem Bluterguss an der Hüfte ähnlich – er musste gestern unters Messer. Rechtsaußen Pawel Pietak dürfte wegen einer Rückenverletzung ebenfalls für den Rest des Jahres ausfallen. Hendrik Pollex ist nach seinem Mittelfußbruch ohnehin noch außer Gefecht – auch, wenn die Schiene mittlerweile ab ist und er langsam wieder ins Lauftraining einsteigen will.

Das ist noch nicht alles: Maximilian Kolditz konnte wegen eines Magen-Darm-Infekts gestern und vorgestern nicht trainieren. Und Nils Eichenberger musste jeweils bis 22 Uhr arbeiten. „Im neuen Jahr ist er bei unserem Physiotherapeuten Martin Gröppert angestellt. Dann lassen sich die Schichten sicher besser mit dem Trainingsplan abstimmen“, sagt Gorpishin, der Philipp Volgmann aus der Reserve als zweiten Torwart mit nach Wilhelmshaven nimmt.

Immerhin: Tim Coors ist wieder gesund. Er ist einer der wenigen im Team mit langjähriger Zweitliga-Erfahrung. Eine Führungsrolle nimmt er bislang aber nicht ein. „In den letzten beiden Spielen hat er gar nicht geliefert“, sagt Gorpishin, „er hat aber gut trainiert und versprochen, Vollgas zu geben.“

Wilhelmshaven wurde in der vorigen Saison ohne Punktverlust vor Springe Meister der 3. Liga Nord. Das Hinspiel beim Saisonauftakt in Springe gewannen die Norddeutschen trotz großer Personalsorgen klar mit 31:27. Als Achter ist der WHV der bislang beste Aufsteiger. Springe als abgeschlagenes Schlusslicht der schlechteste.

„Wir gewinnen da“, sagt aber HF-Mittelmann Marius Kastening, „wenn wir daran nicht glauben würden, müssten wir da nicht hinfahren.“ Es bringe auch nichts, angesichts der Verletztenmisere zu jammern. Vielleicht liege darin sogar eine Chance, „wenn Wilhelmshaven uns unterschätzt“. Aber natürlich seien die Gastgeber der Favorit in der Nordfrost-Arena: „Die spielen immer noch einen guten Ball und sind gut aufeinander abgestimmt.“

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