weather-image
Franz Genschick zur Situation des FC Springe, die Veränderungen in der Spielweise und nahe Ziele

„Zur Winterpause in das vordere Drittel“

Fußball. Nach 13 Begegnungen der laufenden Saison steht der Bezirksligist FC Springe mit 18 Punkten genau in der Mitte auf dem achten Tabellenplatz – eine Position, die die FC-Verantwortlichen so nicht erwartet haben. Nach dem 4:0-Sieg über den FC 08 Boffzen zeigt die Leistungskurve nach oben. Über die derzeitige Situation, die Entwicklung der Mannschaft und die Ziele sprach NDZ-Mitarbeiter Dieter Gömann mit dem Trainer Franz Genschick.

270_008_4921057_Genschick_neu.jpg

Gegen den FC 08 Boffzen zeigte Ihre Mannschaft eine gute Leistung. Ist der Knoten geplatzt?

Endlich wurde meine Mannschaft für ihre spielerische Verbesserung auch durch die Torerfolge belohnt, die uns in sechs Begegnungen zum Sieg fehlten.

Welche spielerische Verbesserung meinen Sie?

Mit dem neuen Spielerkader habe ich in dieser Saison das Kurzpassspiel zum Trainingsinhalt gemacht. Der Ball soll über mehrere Stationen in den eigenen Reihen gehalten werden, um dann den genialen Pass nach vorn zu spielen.

In den letzten fünf Begegnungen gab es drei Siege und zwei Unentschieden.

Da hat sich meine Mannschaft selbst belohnt, denn die erfolgreiche Trainingsarbeit konnte in den Spielen umgesetzt werden. Auf diesem Weg wollen wir fortfahren.

Auffällig ist, dass Sie zwei Mal zu Null und nur drei Gegentore kassierten.

Die Rückkehr von Stammtorwart Daniel Hake nach seiner Wirbelsäulenverletzung war für die Mannschaft ein ganz großer Gewinn. Mit ihm hat der Defensivverbund um Paul Nieber, Julian Dettmer und Antonio Agaoglou an Durchschlagskraft gewonnen. Sie alle haben sich in ihrer Leistung gesteigert, und mit dem davor platzierten defensiven Mittelfeld stehen wird insgesamt viel massiver.

Das Torverhältnis von 17:15 Treffern ist aber nicht berauschend.

Die Abwehr steht nach Hakes Rückkehr sehr gut. Ziehen wir die sechs Gegentore gegen den Landesliga-Absteiger SV 06 Holzminden einmal ab, wo ich mit einer kompletten B-Mannschaft spielte, sind es nur neun Gegentore in zwölf Begegnungen. Auch nach vorn hin werden wir besser und wollen uns vermehrt von den 1:1-Begegnungen verabschieden. Wir haben mit sechs Remis-Partien gezeigt, dass wir es mit jedem Gegner in der Liga aufnehmen können.

Gerade im Sturm sind die Veränderungen augenfällig. Was ist anders?

Da macht sich die neue Spielweise meiner Mannschaft bemerkbar. Über das Kurzpassspiel wollen wir den Gegner nicht zum Zuge kommen lassen und uns selbst Situationen erarbeiten, unsere Sturmspitze dann auf Reisen zu schicken.

Und die trägt seit einiger Zeit nicht mehr den Namen Dennis Offermann.

Das ist richtig. Die Umstellung in der Spielanlage ist das eine, die Veränderung in der Spitze das andere. Dennis spielt nicht mehr in der Spitze, sondern seit einigen Wochen hinter der Spitze, die allein Sönke Wyrwoll einnimmt. In der neuen Position zusammen mit Marlon Pickert und Dennis Klippstein – wenn dieser gesund zurück ist – geht Offermann den direkten Zweikämpfen aus dem Weg und hat dadurch den Gegner vor sich. Das neue Dreieck kann auch im Wechsel spielen.

Was erwarten Sie sich von den restlichen Spielen bis zur Winterpause?

Wir sind auf einem guten Weg, uns zu stabilisieren, wollen noch fleißig Punkte sammeln und zur Winterpause im vorderen Drittel angekommen sein. Noch sind wir nicht am Ende der Fahnenstange angelangt.

Am nächsten Wochenende geht es zum Tabellendritten Bad Pyrmont.

Da haben wir noch etwas gutzumachen, denn das 0:6 im letzten Saisonspiel wurmte alle sehr. Wir fahren mit Selbstbewusstsein nach Bad Pyrmont und schauen, was machbar ist.



Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt