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Heute geht es für die Handballfreunde um den Aufstieg in die 2. Liga

Zerreißen für das große Ziel

Springe. Ein knappes Jahr ist es her. Sven Lakenmacher stand kurz vor seinem zweiten Engagement bei den Handballfreunden. Seine Begründung damals für die Rückkehr nach drei Jahren bei der TSV Burgdorf II: „Meine Mission ist noch nicht erfüllt.“ Andere haben das Ziel „Aufstieg in die 2. Liga“ am Saisonbeginn direkter formuliert. Und auch wenn es mit dem Titel während der regulären Saison nicht geklappt hat – das Ziel ist so nah wie lange nicht.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Zwei der drei Teams, die am heutigen Sonnabend in der Relegation in Dresden stehen – neben Springe Gastgeber Elbflorenz aus der Ost-Staffel und West-Vize Eintracht Hagen –, steigen auf. Ein Sieg im Auftaktspiel gegen Elbflorenz wäre für Springe die halbe Miete. Denn der Verlierer des ersten Spiels müsste – ausgepumpt und mit dem psychologischen Nachteil der Niederlage – nach kurzer Pause gegen ausgeruhte Hagener antreten.

Es wird also nicht taktiert: „Du musst das erste Spiel gewinnen“, sagt Lakenmacher. Deshalb hat er sein Team vor allem auf Elbflorenz vorbereitet. „Ich habe sie zweimal live beobachtet, Videos studiert und mit einigen Trainern aus der Ost-Staffel gesprochen“, sagt er. „Das werden die aber auch gemacht haben.“ Klar, nicht nur die Springer haben Ambitionen. Elbflorenz hat schon einige Zugänge für die kommende Saison präsentiert, will eine neue, bundesligataugliche Halle bauen.

Gastgeber Elbflorenz hat in der abgelaufenen Saison 20 Minuspunkte gesammelt – elf mehr als Springe, sogar dreizehn mehr als Hagen. Aber macht sie das automatisch zu Außenseitern? Nein, glaubt Lakenmacher, „das kann ja auch bedeuten, dass die Ost-Staffel ausgeglichener ist“.

Lakenmacher kann aus dem Vollen schöpfen. Jannis Fauteck hat sein Comeback nach seiner Schulterverletzung schon im letzten Punktspiel gegen Schwerin gegeben. Auch Tim Coors und Daniel Deutsch haben die Relegationsvorbereitung mitgemacht. Wer spielt? Da lässt sich Lakenmacher nicht in die Karten gucken. „Es geht darum, ein Team zu sein, dass sich 60 Minuten lang zerreißt“, sagt er – und wenn es darauf ankommt, nochmal 60 Minuten.

Mit dem Modus ist der HF-Coach – wie die meisten seiner Spieler – nicht glücklich. „Aber es hilft ja nicht, darüber zu philosophieren“, sagt er. „Die anderen müssen damit ja auch klarkommen.“

Zehn Trainingseinheiten haben die Springer in den letzten zwei Wochen absolviert. Am gestrigen Freitag war Pause. Um 15 Uhr fuhr der Mannschaftsbus nach Dresden ab, abends standen nur noch ein gemeinsamer Spaziergang und das Essen auf dem Programm, bevor es ins Bett ging. Schließlich müssen die Handballer heute früh raus: Um 10 Uhr wollen sie in der Halle sein, bis dahin muss der Körper auf Hochtouren gebracht sein.

Zwei Busse einer davon gesponsort von der NDZ – mit 100 Fans fahren heute um 5.30 Uhr Richtung Elbe. Mit dabei ist auch der Fanfarenzug Alt Laatzen, etliche HF-Anhänger werden mit Privatautos anreisen – sie wollen für Heimspiel-Atmosphäre in der Energieverbund-Arena sorgen. „Es ist schön, dass so viele mitfahren“, sagt Lakenmacher, dessen Gemütszustand sich gestern zwischen „Anspannung, Vorfreude und großer Hoffnung“ bewegte – immerhin gilt es, eine Mission zu erfüllen.



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