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Gelernter Offensivmann macht als Libero seine besten Spiele für den FCS / Morgen kommt Boffzen

Zentral fühlt sich Nieber am wohlsten

Fußball (jab). Eigentlich mag es Franz Genschick, Trainer des FC Springe, nicht, wenn die Spieler seine Anweisungen ignorieren. Im Fall von Paul Nieber reagierte er am letzten Wochenende aber milde. „Ich hatte ihm verboten, mit nach vorne zu gehen“, so Genschick. Kurz vor der Pause schaltete sich der Libero im Spiel beim SC Rinteln aber noch in den Angriff ein – und erzielte das 1:1. Mit dem Kopf. „Dabei hatte er auch gesagt, ich soll bloß nicht mit dem Kopf zum Ball gehen“, so Nieber lachend.

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„Vom Denken her bin ich ja eigentlich offensiv“, sagt der 23-Jährige. Dass er sich vorne mit einschaltete, „hatte sich so ergeben – tut ja auch mal gut, ein Tor zu schießen“. Am morgigen Sonnabend (14 Uhr) im Heimspiel gegen Aufsteiger FC Boffzen wird er aber wohl wieder nicht offensiv randürfen. Denn als letzter Mann machte er bislang seine besten Spiele für den FCS.

Bei der TuSpo Bad Münder, von wo er 2009 zum FCS wechselte, spielte er im offensiven Mittelfeld. Dort kam er in Springe allerdings nie an. Genschick probierte ihn lange auf der Außenbahn aus, „aber das war nie meine Position“, so Nieber, „ich kann mich an kein wirklich gutes Spiel erinnern, das ich da gemacht habe.“ In der vorigen Saison rückte er dann für den damals verletzten Julian Dettmer auf die Libero-Position – und blühte dort merklich auf. „Zentral fühle ich mich einfach wohler“, sagt der Lehramts-Student, „und Libero ist okay, da habe ich meine Freiheiten.“ Und als Typ Mittelfeldregisseur ist er einer, der versucht, das Spiel von hinten aufzubauen, anstatt den Ball lang rauszuschlagen. Das mag ein Grund sein, warum das Spiel des FCS in dieser Saison attraktiver geworden ist. „Wir haben uns aber auch als Mannschaft mittlerweile gefunden“, sagt er.

Dass der FCS trotzdem schon 15 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter FC Stadthagen hat „regt mich auf“, gibt er zu. „Ich bin damals nach Springe gekommen, um oben mitzuspielen.“ Das wird in dieser Saison wohl nichts mehr. Den Abstieg fürchtet Nieber aber auch nicht, obwohl Relegationsplatz 13 nur vier Punkte entfernt ist. Den Abstand wollen die Springer mit einem Sieg morgen vergrößern. Boffzen ist allerdings nicht zu unterschätzen. Der Aufsteiger gewann zuletzt durch drei Treffer von Torjäger Serhat Kara 3:2 gegen Bad Pyrmont. „Sie sind sehr kampfstark und spielen körperbetont“, weiß Genschick.



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