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HVN-Landestrainer Klaus-Dieter Petersen über das Turnier in Springe, den Nachwuchs und die Ziele

„Wir sind mit den Teams auf einem guten Weg“

Handball. Beim Länderpokalturnier am vergangenen Wochenende zählte der ehemalige Nationalspieler Klaus-Dieter Petersen zum Trainerstab des Handball-Verbandes Niedersachsen. Der 42-Jährige ist seit dieser Saison Landestrainer beim Handball-Verband Niedersachsen sowie Spielertrainer der zweiten Mannschaft von Eintracht Hildesheim. Er spielte 12 Jahre beim THW Kiel und absolvierte 468 Einsätze in der Nationalmannschaft. Mit ihm sprach NDZ-Mitarbeiter Dieter Gömann.

HVN-Landestrainer Klaus-Dieter Petersen bei der Arbeit.  Foto: g

Herr Petersen, wie beurteilen Sie das Länderpokalturnier in Springe?

Es waren zwei schöne Tage mit sehr starken Auswahlteams. Immerhin waren mit den Jungen von Baden und den Mädchen von Westfalen die aktuellen deutschen Meister vertreten.

Wurden Ihre ausgegebenen Ziele erreicht?

Die Weiterentwicklung gegenüber dem Turnier in Berlin in der Schöneberger Sporthalle war das Ziel. Das haben beide Mannschaften geschafft. Ich sah viele Fortschritte, und wir sind mit den Teams auf einem guten Wege. Ziel ist die optimale Ausrichtung für die Vorrunde um die DM im Januar in Celle.

Bei den Jungen belegten Sie nur den vierten Platz. Was sind die Gründe dafür?

Es ging nicht darum, Erster oder Zweiter zu werden. In erster Linie geht es um die Verbesserung aller Spieler bei einem derartigen Turnier, das Testen der Spieler und den Leistungsstand in der Ausbildung zu beurteilen.

Sind Sie vom Abschneiden der Mädchen überrascht?

Das ist ein schöner Erfolg einzig für den Moment. Die Mannschaften liegen so dicht in ihrer Leistung beieinander, da kann es im nächsten Test im Dezember schon wieder ganz anders aussehen.

Wie kommen Sie gerade auf die Zahl von 14 auserwählten Spielerinnen und Spielern?

Die Vorgaben sind so vom Deutschen Handball-Bund (DHB) für die Vorrunde und Endrunde ausgegeben.

Sechs Mädchen von der HSG Badenstedt und sechs Jungen von Eintracht Hildesheim. Fast die Hälfte aller Aktiven kommt aus diesen Vereinen. Woran liegt das?

Dieses sind momentan die Vereine mit der intensivsten Nachwuchsarbeit in Niedersachsen. In Badenstedt läuft dieses Projekt seit zwei Jahren. Hildesheim lebt von der Kooperation mit der Chri-stopherusschule in Elze. Diese Zusammenarbeit ist von großem Vorteil in der Schulung des Nachwuchses.

Wie finden Sie die Zusammenstellung der jeweiligen Kader

Das ist ein langfristiger Prozess von drei Jahren. Die Mädchen und Jungen wurden über die Regionen, wo diese im Stützpunkttraining geschult werden, dem Landesverband vorgestellt und werden mittlerweile seit zwei Jahren im Verband trainiert.

Gibt es zentrale Sichtungsmaßnahmen oder Vorauswahlen in den vier Bezirken?

Die einstigen Bezirke gibt es bei uns im Handballverband nicht mehr. Wir haben 12 Regionen gebildet über die eine zentrale Sichtung durchgeführt wird. Ebenso sichten die Landes- und Honorartrainer bei Turnieren.

Wie oft kommen die Spieler zu Maßnahmen des Landesverbandes zusammen?

Das ist recht unterschiedlich. Wir arbeiten mit drei Jahrgangsstufen. Die Spieler, die in Springe dabei waren, zählen bereits zum Optimierungsjahrgang. Sie kommen pro Spieljahr sechs bis acht mal zusammen. Bei den anderen ist es weniger. Sie trainieren 14-tägig in den Stützpunkten.

Worauf ist die Zusammensetzung dieses Turniers zurückzuführen.

Der Verband lädt entsprechende Landesverbände ein. Durch die Absage von Hessen kamen erstmals Sachsen-Anhalt bei den Mädchen und Baden bei den Jungen hinzu. Gerade Baden war eine Bereicherung. Sie spielen schon viel technischer.

Welche Ziele gibt es für diese Saison?

Beide Teams sollen in Celle gewinnen, um bei der Vorrunde zur DM dabei zu sein. Die Endrunde wäre ein ganz großer Erfolg.

Was war Ihr größter sportlicher Erfolg?

Mit Sicherheit die Teilnahme mit der Nationalmannschaft an den Olympischen Spielen in Barcelona, Atlanta, Sydney und Athen.



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