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„Wir sind der achte Mann“

Springe. Neun Handball-Begeisterte waren es, die vor knapp zwei Jahren den ersten Fanclub der HF Springe gründeten. Mittlerweile ist der „Deisterexpress“ auf 20 Mitglieder angewachsen. Zu ihnen gehört auch der Gestorfer Günther Wall, der vor einem Dreivierteljahr dazustieß und mittlerweile das Amt des Pressewarts innehat. NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram hat mit ihm über die kurze Geschichte des Fanclubs und die Zukunftstpläne gesprochen.

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Wie wurden Sie zum Handballfan?

Meine Tochter hat mich vor vier Jahren zum ersten Mal mit in die Halle genommen, seitdem bin ich regelmäßig dabei. Vor einem Dreivierteljahr sind wir dann dem Fanclub beigetreten, meine Frau, meine Tochter und ich.

Warum?

Ich habe Lust, mich vor Ort zu engagieren. Wir sind der achte Mann. Zwar könnten wir noch mehr Leute sein, aber wir können auch so schon viel bewegen. Das hat man beim Spiel in Potsdam gesehen. Wir sind mit einem Kleinbus hingefahren und mit zehn Mann waren wir lauter als die 400 einheimischen Zuschauer – das peitscht die Mannschaft nach vorne.

Sind Sie oft auswärts dabei?

Wir versuchen, möglichst viele Auswärtsfahrten mitzumachen. Als nächstes fahren wir nach Henstedt (am kommenden Sonnabend; d. Red.). Wir versuchen, einen Fanbus vollzukriegen. Wenn es nicht klappt, fahren wir mit Pkw. Ich fahre mit meiner Familie auf jeden Fall hin. Wir haben für Auswärtsfahrten extra ein eigenes Banner anfertigen lassen, das leichter und weniger empfindlich ist, als das für Heimspiele. In Potsdam hatten wir es zum ersten Mal dabei.

Was war das bislang größte Projekt?

Unsere Dreitagesfahrt in dieser Saison nach Schwerin. Wir sind mit insgesamt 32 Leuten gefahren. Natürlich haben wir auch das Spiel gesehen – und nette Heimfans kennengelernt.

Wächst der Fanclub?

Wir bereiten ein Sommerfest vor, bei dem wir Mitglieder werben wollen, um den Verein noch mehr zu unterstützen. Ich sitze in dieser Saison noch auf der Tribüne und merke: Das Publikum da oben kriegt man schwer begeistert – mitunter sind meine Frau und ich die einzigen, die Stimmung machen. Man hat es auch in Potsdam gemerkt. Viele sind mit dem Mannschaftsbus mitgefahren, aber in der Halle waren sie kaum zu begeistern.

Wie steht der Fanclub zu den Zweitliga-Plänen der HF?

Wir sagen: Die 2. Liga wäre schön, aber im Moment wahrscheinlich nicht leistbar. Ich weiß nicht, ob das Potenzial dafür schon da ist. Noch eine richtig gute Saison in der 3. Liga wäre uns lieber. Das Problem ist, dass die 2. Liga in der Springer Halle kaum möglich ist und man Zuschauer in eine fremde Halle bekommen muss. Wir Hartgesottenen würden ja auch nach Hameln fahren, aber machen das viele andere? Der achte Mann würde dann fehlen.



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