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HF-Coach Holger Schneider über den Saisonstart, die Nachwuchsspieler, den Leistungsstand und das Spiel in Fredenbeck

„Wir konzentrieren uns auf jedes einzelne Spiel“

Springe. Eine Galavorstellung lieferten die Handballfreunde Springe in der 3. Liga Nord beim 32:22-Heimsieg gegen den SV Mecklenburg-Schwerin und verbesserten sich dadurch auf den zweiten Tabellenplatz. Dabei gab Trainer Holger Schneider auch seinen jungen Nachwuchsspielern Einsatzzeiten. Mit dem HF-Coach sprach NDZ-Mitarbeiter Dieter Gömann.

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Drei Spiele – drei Siege. Herr Schneider, wie fühlen Sie sich?

Ja, ich fühle mich sehr gut, weil wir doch konzentriert in die Saison gestartet sind. Ich habe sechs neue Spieler, die vorbildlich gearbeitet haben.

Und jetzt direkter Verfolger des Spitzenreiters SV Hen-stedt-Ulzburg. Wie geht es weiter?

lm Endeffekt ist das egal. Wir konzentrieren uns auf jedes einzelne Spiel. Am Anfang schauen wir nicht auf die Tabelle.

Ihre beiden Außenspieler Maximilian Kolditz und der Pole Pawel Pietak zeigten eine starke Leistung. Wo bleibt da noch Platz auf diesen Positionen für Fabian Hinz?

Wir freuen uns sehr, dass Maximilian bald zurück ist und haben dann mehr Alternativen im Abwehrbereich. Wir können noch mehr Tempo gehen und sind auf allen Positionen gefährlich.

Sie haben vier Jahre lang zusammengearbeitet mit dem jetzigen Schweriner Trainer Holger Antelmann. Hatten Sie nicht ein wenig Mitleid mit ihm, dass er so deutlich verloren hatte?

Mitleid gibt es in unserer Branche nicht. Holger kann den Handball in Schwerin wieder aufbauen. Er ist ein Fachmann, und er kriegt das auch wieder hin.

Bei der 27:15-Führung (45.) gaben sie ihren Nachwuchsspielern Lukas Reese, Justin Brand, Jonas Borgmann und Moritz Büchner vermehrt Einsatzzeiten, und in der Schlussphase waren alle vier gleichzeitig auf dem Spielfeld. Wie beurteilen Sie ihren Auftritt?

Die jungen Burschen müssen sich im Training ihre Einsätze in der Mannschaft erarbeiten. Sie müssen sehen, dass der Herrenbereich etwas Anderes ist als ein A-Jugend-Team. Mit erfahrenen Spielern und den jungen Burschen aus der Region wollen wir ein starkes Team aufbauen.

Notgedrungen mussten Sie in der 31. Minute durch den Verlust der Kontaktlinse bei Torwart Jendrik Meyer Ihren zweiten Torwart Mustafa Wendland ins Tor beordern und gaben ihm den Vorzug vor dem Routinier Andreas Kinne.

Mustafa hat seine Zeit verdient, die er sich im Training erarbeitet hat. Da Jendrik nicht so häufig beim Training dabei war und ich nicht wusste, wie er seine Verletzung überwunden hat, griff ich auf Andreas Kinne zurück, dem ich für seine Einsatzbereitschaft sehr dankbar war. Ansonsten haben wir ein starkes Torwart-Duo.

Ihre Mannschaft spielte gegen SV Mecklenburg-Schwerin aus einem Guss. Wo sehen Sie derzeit noch Defizite im Team?

Wir haben in knapp neun Wochen intensiv gearbeitet. Das machen die Jungs gut und intensiv. Sie reden viel miteinander. Wir haben ein Ziel und daran arbeiten wir im Training. Zu diesem Zeitpunkt bin ich mit dem Tempo noch nicht ganz zufrieden. Daran können wir noch arbeiten.

Am nächsten Wochenende geht die Reise zum VfL Fredenbeck, dem derzeitigen Tabellenviertletzten, der gegen den HSV Hannover einen 39:35-Heimsieg errungen hatte. Wie stehen die Chancen?

Wir wollen gewinnen. Die Liga ist sehr ausgeglichen, und in Fredenbeck erwartet uns ein Hexenkessel. Wir freuen uns auf die Begegnung und konzentrieren uns auf uns.

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