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Der scheidende FCS-Trainer Franz Genschick über die vergangene Saison und den Zustand des Teams

„Wir hätten durchaus mehr erreichen können“

Fußball. Nach der Saison ist vor der Saison. Diese Fußballweisheit gilt gleichermaßen auch für die Bezirksligamannschaft des FC Springe, wenn nach der Sommerpause das Spieljahr 2012/2013 in den Focus rückt. Dann allerdings nicht mehr für den Trainer Franz Genschick, der aus gesundheitlichen Gründen nach dreijähriger Tätigkeit an der Harmsmühlenstraße seinen Rückzug verkündet hatte (NDZ berichtete).

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Autor:

Dieter Gömann

So ist sein persönlicher Rückblick auf das vergangene Spieljahr mit einer gewissen Portion Wehmut verbunden. „Wir hätten durchaus mehr erreichen können. Trotzdem ist der sechste Tabellenplatz in Ordnung und für den FC-Anhang sicherlich eine Genugtuung, endlich mal wieder vor dem FC Eldagsen in der Abschlusstabelle zu stehen“, äußert der FC-Coach. Er hat auch gleich die entsprechende Begründung dafür parat: „Der 0:6-Saisonauftakt im Heimspiel gegen den Landesliga-Absteiger SV 06 Holzminden, der verdient am Ende des Spieljahres den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga errungen hat, war der Beginn einer Negativserie von fünf Spielen ohne einen Sieg und ohne Torerfolg.“

Zum Saisonstart fehlten dem FC-Coach zehn Spieler aus der Stammformation. „Diese Aufstellung war aus der Not geboren. Urlaub, Krankheit und Verletzungen waren die Begründungen meiner Spieler. Das Ergebnis ist bekannt. In den folgenden vier Begegnungen waren wir bei drei Unentschieden unseren Gegnern gleichwertig, doch erzielten wir keine Tore.“ Nach einem Drittel der Vorrunde war der 13. Tabellenplatz das Ergebnis.

Danach platze dann der Knoten mit dem 5:2-Sieg im Deisterduell beim TSV Barsinghausen, und von da an ging es stetig bergauf. „Wir haben uns weiterentwickelt und vor allem auch spielerisch mit dem einstudierten Kurzpassspiel, aus dem heraus wir in der Folge viele Tore erzielt haben.“

Der schlechte Saisonstart sei einem zu kleinen Spielerkader geschuldet, sieht Genschick bei der Jahresanalyse die Möglichkeit, mit mehr Spielern mit dem SV 06 Holzminden um die Meisterschaft mitgespielt haben zu können. „Wenn ich drei Ausfälle in der Stammformation zu beklagen hatte, gab es große Probleme für meine Mannschaft.“

Besonders bleibt dem FC-Coach das zwischenzeitliche Hoch in der Rückrunde in Erinnerung. Nach der 1:3-Niederlage im Heimspiel gegen den TSV Barsinghausen (17.3.) gab in drei Auswärts- und zwei Heimspielen fünf Siege in Folge. Und ganz besonders bleibt für in haften: „Mit nur 37 Gegentreffern haben wir die viertbeste Abwehr aller 16 Vereine – und die bei einem Spielsystem mit Libero. Nur der Meister SV 06 Holzminden (32), der Vizemeister FC Stadthagen (36) und der Tabellendritte SC Rinteln (34) verfügten über eine bessere Abwehr.“

Trotz allem Wenn und Aber – Franz Genschick zieht im Rückblick ein positives Fazit. „Die Mannschaft ist gereift und spielerisch besser geworden. Wir haben teilweise wirklich guten und schönen Fußball gespielt, und die Spieler sind zu einer Einheit gereift und präsentieren sich als ein eingespieltes Team.“ Seinen Worten zufolge ist der Grundstein für die neue Saison gelegt.

Und zum Urteil des Bezirkssportgerichts mit der Spielsperre von 25 Wochen für den A-Juniorenspieler Abdel-Aziz Remmov (NDZ berichtete) stellt Genschick fest: „Ich bedauere es sehr, dass Abudi sich manchmal nicht im Griff hat. Er ist ein toller Kerl, talentiert, athletisch und wenn er seine Aussetzer abstellt, auch ein wertvoller Spieler für die Erste. Bei den Einsätzen in meiner Mannschaft spielte er stets diszipliniert und sehr engagiert.“



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