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Wie geht‘s weiter bei den hiesigen Basketballern?

SPRINGE/BAD MÜNDER. Wie geht’s weiter bei den beiden heimischen Basketball-Teams? Jedenfalls nicht so, wie bisher. Während beim BC Springe offen ist, ob es in der kommenden Saison überhaupt noch eine Mannschaft gibt, plant die TuSpo Bad Münder eine Spielgemeinschaft – inklusive Aufstieg.

Spielertrainer Joachim Wolff (Mi.) und Bernd Rossi (r.) beenden ihre Karrieren beim BC Springe – wenn kein Ersatz gefunden wird, ist die Mannschaft kaum noch spielfähig. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Der TuSpo-Kader wurde während der gerade zu Ende gegangenen Saison in der Bezirksklasse immer kleiner – auch beim VfL Grasdorf ist es eng. Also machen die beiden Teams in der kommenden Saison gemeinsame Sache. Die TuSpo, die vom Grasdorfer Spieler Jochen Michels trainiert wird, rückt damit zwei Klassen auf – die SG nimmt den Grasdorfer Platz in der Bezirksoberliga ein.

Eigenständig bleibt der mündersche Nachwuchs. Drei Jugendteams spielen in der kommenden Saison um Punkte. Zudem begleitet die TuSpo weiterhin AGs an den münderschen Grundschulen – gemeinsamen mit Vereinen und Grundschulen südlich von Hannover soll nach den Sommerferien eine Grundschul-Liga starten. Damit will die TuSpo sich Nachwuchs sichern.

Das hat der BC Springe verpasst. Mit zehn Spielern hat der Bezirksligist die Saison bestritten – fast alle über 30. Bernd Rossi und Spielertrainer Joachim Wolff haben ihre Karriere am vorigen Sonntag mit dem letzten Saisonspiel gegen Ronnenberg beendet. „Ich mache das, seit ich 15 bin“, sagt Wolff, der am Tag seines letzten Spiels seinen 51. Geburtstag feierte.

Begonnen hat er beim TSV Barsinghausen. Seit 2002 ist er beim BC Springe – der hatte seine Glanzzeit da schon längst hinter sich. „Zwischen 1984 und 1986 hatten wir fünf Mannschaften im Spielbetrieb“, sagt der BC-Vorsitzende Wolfgang Grabs. Davon kann er heute nur noch träumen: „Wir haben noch zwölf zahlende Mitglieder“, sagt er. Von den Vereinsbeiträgen sind die Kosten nicht zu decken. „Die Kosten für Auswärtsfahrten und Trikots zahlen die Spieler schon selber. Und wenn was fehlt, muss ich sammeln“, sagt Grabs, „wir machen das hier just for fun.“ Ob es in der kommenden Saison noch ein Mannschaft gibt, ist fraglich, „aber der Verein wird sich nicht gleich auflösen“, so Grabs. Denn die Gemeinschaft stimme. „Jeder hilft jedem. Nur so haben wir es immer wieder geschafft“, sagt Wolff.

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