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Was soll jetzt noch schiefgehen, FC Eldagsen?

ELDAGSEN. Rein rechnerisch ist der Aufstieg des FC Eldagsen noch nicht perfekt. Praktisch sind die Schwarz-Gelben seit Sonntag aber Meister der Fußball-Bezirksliga 4.

Großer Kampf vor großer Kulisse: Die Hildesheimer Agron Luma (v. l.) und Louis Garbelmann stoppen FCE-Torjäger Lauri Schwitalla. Sebastian Schierl kann nicht eingreifen.. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Nach dem 4:0 (1:0) im Topspiel gegen den einzigen Konkurrenten im Titelkampf, SV Newroz Hildesheim, liegen sie mit neun Punkten Vorsprung und der deutlich besseren Tordifferenz an der Tabellenspitze. Bei nur noch drei ausstehenden Spielen sangen die Eldagsener nach Schlusspfiff also völlig zurecht: „Hey, hey, Landesliga, Landesliga!“

Trainer Holger Gehrmann wurde nach dem Spiel emotional. Bei der Ansprache im Kreis seiner Spieler versagte ihm die Stimme. „Das ist doch nicht normal, dass wir absteigen und dann so eine überragende Serie spielen“, sagte er später. Sein Team habe gegen Newroz die beste Saisonleistung abgerufen, „es war einfach nur perfekt“.

Das fand auch Kapitän André Gehrke, der mit einem schlitzohrigen Freistoß zum 3:0 für die Entscheidung sorgte (79.). „Es war der perfekte Rahmen“, sagte Gehrke. 600 Zuschauer sahen die Partie, etliche Hildesheimer waren darunter, die ihr Team diesmal aber nicht so leidenschaftlich anfeuerten wie in der Hinrunde. So blieb diesmal auch alles ruhig. Im Herbst hatte beim 3:2-Sieg des SV Newroz – bislang die einzige Saisonniederlage der Eldagsener – noch aggressive Stimmung geherrscht.

Eldagsens Trainer Holger Gehrmann hat mit seinen Emotionen zu kämpfen. Foto: Bertram

Zum Spiel: Hildesheims Louis Diedrich gab in der dritten Minute den ersten Torschuss ab, der FCE-Keeper Marcel Bürst allerdings nicht vor Probleme stellte. Danach hatten die Eldagsener das Spiel im Griff. In der elften Minute traf Lucas Brünig nach Vorarbeit von Rune Flohr und dem überragenden Timon Scharmann, der im Mittelfeld kaum einen Zweikampf verlor und das Spiel immer wieder ankurbelte, nur die Latte.

Die individuelle Klasse der Newroz-Spieler blitzte immer wieder auf, doch die mannschaftliche Geschlossenheit des FCE dominierte. Als Gästeverteidiger Jean Vincent Taoule eine Flanke von Flohr mit der Hand ins Aus lenkte, versenkte Lauri Schwitalla den fälligen Elfmeter cool zum 1:0 (33.).

„Es bleibt nicht beim 1:0“, prophezeite Gehrmann schon in der Pause. Wie recht er haben sollte, ahnte er wohl selbst nicht: Nur Sekunden nach Wiederbeginn lupfte Scharmann den Ball genau in den Lauf von Schwitalla, der mit seinem 37. Saisontor auf 2:0 erhöhte. Die Gastgeber ließen sich danach in die Defensive drängen und verloren vorübergehend die spielerische Linie – die starken Innenverteidiger Gehrke und Sebastian Mende behielten jedoch die Übersicht, sodass selten echte Gefahr aufkam.

Ab der 71. Minute spielte Hildesheim in Unterzahl, nachdem einer ihrer Besten, Agron Luma, nach einem eher harmlosen Foul an Jan Pinkerneil Gelb-Rot sah. Wenige Minute später gab es einen Freistoß für Eldagsen in Strafraumnähe. Als die Newroz-Mauer sich noch formierte, fragte Gehrke den Schiedsrichter, ob der Ball frei sei – und als der bejahte, überraschte er den Gästekeeper, der noch am kurzen Pfosten seine Vorderleute dirigierte, mit einem Schuss in die lange Ecke. „Es hatte sich keine vor den Ball gestellt, das habe ich ausgenutzt“, so Gehrke.

Damit war das Spiel entschieden. Eldagsen hätte mit mehr Konsequenz im Konterspiel schon früher erhöhen können, doch Brünig traf erst in der Nachspielzeit zum 4:0 – und die Party begann.

FC Eldagsen: Bürst – Flügge (89. Fülberg), Mende, Gehrke, Awdi (84. Jeske) – Pinkerneil – Flohr, Brünig, Scharmann, Schierl (69. Berger) – Schwitalla. Tore: 1:0, 2:0 Schwitalla (33./Handelfmeter, 46.), 3:0 Gehrke (79.), 4:0 Brünig (90.+4). Gelb-Rot: Luma (71. nach wiederholtem Foulspiel).



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