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Was man über den kommenden HF-Derbygegner wissen sollte

SPRINGE. Der Spitzenreiter kommt – und die Halle ist so gut wie ausverkauft. Klar, dass auch Maximilian Kolditz von den Handballfreunden Springe sich auf das Derby am Sonnabend (18 Uhr) gegen Eintracht Hildesheim freut. Er verrät, was man über seinen Ex-Klub wissen sollte.

Gerald Oberbeck (r.), hier bei einem Heimspiel der Springer im Gespräch mit Maximlian Kolditz, ist seit 1981 der Macher bei den Hildesheimern.
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Der 25-Jährige, der wegen einer Handverletzung am Sonnabend selbst nicht dabei sein kann, spielte lange in Hildesheim, gehörte zum Kader, als die Eintracht 2011 in die 1. Liga aufstieg. „Es spielen noch viele Kumpels von mir in Hildesheim“, sagt Kolditz. Er kennt den Gegner also bestens.

Dass Hildesheim so konstant spielt in dieser Saison, überrascht ihn allerdings: „Ich hätte gedacht, dass sie sich schwerer tun“, sagt Kolditz. Doch erst am zehnten Spieltag kassierte die Eintracht bei der MSG Groß Bieberau/Modau ihre erste Niederlage. Zwei Wochen später beim HSC Coburg II folgte die zweite – und bislang letzte. Die aktuelle Serie: sechs Siege am Stück. Damit hat Hildesheim vier Punkte Vorsprung auf den ärgsten Verfolger Elbflorenz.

Bis zum angepeilten Aufstieg ist es aber noch ein weiter Weg, denn außer in Springe muss Hildesheim auch noch in Dresden und Großwallstadt antreten – hat die vermeintlich schwersten Aufgaben der Rückserie also auswärts zu bewältigen. „Ich glaube, dass viel auch vom Spiel bei uns abhängt“, sagt Kolditz, „ich könnte mir vorstellen, dass sie ein bisschen Muffensausen kriegen, wenn sie bei uns verlieren.“

Die wichtigsten Spieler bei der Eintracht sind Mittelmann Robin John und Kreisläufer Nikolaos Tzoufras, der von 2011 bis 2013 in Springe spielte. „Die beiden bilden eine super Achse in der Mitte“, sagt Kolditz, „der Verein hat den beiden nicht umsonst langfristige Verträge gegeben.“ John verlängerte Anfang Dezember bis 2020, Tzoufras sogar bis 2022. Auch der vor der Saison verpflichtete tschechische Torwart Jakub Lefan „ist eine super Verstärkung“, so Kolditz.

Der Macher bei den Hildesheimern ist Gerald Oberbeck. Seit 1981 ununterbrochen als Manager und meistens – wie derzeit auch – zudem als Trainer. „Er hat alles aufgebaut in Hildesheim“, sagt Kolditz, der Oberbeck noch bestens kennt: „Er ist ein sehr herzlicher Typ. Aber wenn man sich sportlich nicht an seine Vorgaben hält, kann man ihn auch schnell zur Weißglut bringen.“

In dieser Saison dürfte Oberbeck noch nicht oft geglüht haben – vielleicht ändert sich das morgen.

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