weather-image
30°

"Was ganz anderes"

Springe. Ein erfahrener und ein junger Spieler für jede Position – so sieht es das Konzept von Holger Schneider, dem Trainer der HF Springe, vor für diese Saison in der 3. Handball-Liga. Im ersten Saisonspiel am vorigen Wochenende bei der TSV Burgdorf II hatten die Jungen allerdings noch Pause. Einzige Ausnahme: Lukas Reese, der in der Schlussphase beim 26:24-Sieg noch auf Linksaußen ran durfte. „Ich war selbst ein bisschen überrascht, dass ich spielen durfte“, sagt der 19-Jährige, der dreimal für die Jugendnationalmannschaft spielte, „aber es war eine tolle Erfahrung, vor so vielen Zuschauern zu spielen. Es war eine coole Atmosphäre.“ Voll dürfte am heutigen Sonnabend (18 Uhr) auch die Halle des Schulzentrums Süd werden, wenn die Springer zum ersten Heimspiel das Juniorteam von Rekordmeister THW Kiel empfangen.

270_008_6579575_spo_reese.jpg

Reese wird wohl wieder zum Kader gehören, obwohl die HSG Schaumburg Nord, für die er ein Zweitspielrecht besitzt, zeitgleich in Nienburg in die Oberliga-Saison startet. Solange Fabian Hinz allerdings nicht da ist – er kehrt erst Ende des Monats aus den USA zurück – wird Reese in Springe gebraucht, um Maxi Kolditz auf Linksaußen zu entlasten. „Die Position ist ein bisschen ungewohnt für mich“, sagt Reese, der eigentlich im Rückraum zu Hause ist, „aber ich bin froh, wenn ich spielen kann. Langfristig versuche ich natürlich, mich für den Rückraum zu empfehlen.“ Die Spielpraxis dafür soll er sich in Schaumburg holen, wo er derzeit einmal in der Woche trainiert.

Reese stammt wie Jonas Borgmann aus der HF-Jugend, hat aber in den vergangenen Jahren beim TSV Anderten gespielt, zuletzt in der A-Jugend-Bundesliga, also auf höchstem Niveau. Der Sprung jetzt zu den Drittliga-Herren sei dennoch enorm. „Es ist was ganz anderes, wenn du dich gegen ältere und körperlich stärkere Spieler behaupten musst“, sagt er. „Und es ist professioneller.“ Dass etwa bei jedem Training ein Betreuer und ein Physiotherapeut vor Ort sind, kannte er aus der A-Jugend noch nicht.

Manchmal bekommt er seine Jugend zu spüren, etwa wenn er und Justin Brand als die jüngsten im Team nach dem Training die Tore aufhängen müssen. „Aber wir kriegen von den Älteren auch viele Tipps. Man lernt viel.“ Und dass er von seinen Teamkollegen geschätzt wird, beweist die Tatsache, dass er neben Kapitän Daniel Deutsch, Torwart Jendrik Meyer und Rechtsaußen Pawel Pietak in den Mannschaftsrat gewählt wurde.

Das Team, sagt Reese, sei sehr schnell „super zusammengewachsen“. Von Training zu Training werde es auch sportlich immer besser – das wollen die Springer heute in der eigenen Halle beweisen.jab

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare