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Warum Adrian Semke nach 15 Jahren die HF Springe verlässt

SPRINGE. Seine gesamte Handballkarriere hat Adrian Semke bei den HF Springe verbracht. Seit er sechs war, spielte der heute 21-Jährige an der Harmsmühlenstraße. Nach der Abmeldung der zweiten Mannschaft vor vier Wochen hat der Rückraumspieler nun den Verein verlassen.

Adrian Semke wechselt von den HF zu Landesligist GW Himmelsthür. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Semke spielt künftig für GW Himmelsthür in der Landesliga, wo zuletzt auch die Springer Reserve angetreten war. Semke hatte das Angebot, bei der Springer Ersten mitzutrainieren – die Spielpraxis war ihm aber wichtiger. „Für die dritte Liga reicht es nicht“, sagt er. Vier- oder fünfmal in der Woche hätte er ohnehin nicht trainieren können: „Ich muss arbeiten, um mein Studium zu finanzieren“, sagt er.

Jetzt hofft er, in Himmelsthür Fuß zu fassen. Christian Ellmers, Trainer der Springer A-Jugend und zuletzt der Zweiten, habe den Kontakt hergestellt, so Semke – vor seiner Rückkehr nach Springe vor einigen Jahren hatte Ellmers in Himmelsthür die A-Jugend trainiert. „Ich war zum Probetraining da, es hat mir gut gefallen“, sagt Semke. Himmelsthür hat eine super Mannschaft mit vielen jungen Leuten.“

Die Landesliga soll für Semke nicht die Endstation sein. Die Verbands- oder Oberliga würde er gerne erreichen. Dennoch hat er ein Angebot von Oberligist HV Barsinghausen ausgeschlagen. „Während der Saison zwei Spielklassen höher wechseln, ist schwierig“, sagt er. Schon Himmelsthür werde eine Umstellung: Sein neuer Verein spiele schneller als die Springe Reserve, „und ich habe Kondition abgebaut, wir konnten mit der Zweiten ja nicht so viel trainieren“, sagt Semke.

Zugesagt hat er in Himmelsthür vorerst für den Rest der Saison. Zum einen, weil er im Frühjahr mit der Uni für sechs Wochen nach Südafrika reist. Zum anderen hat er mit den Handballfreunden nicht abgeschlossen. Eine Rückkehr nach Springe schließt Semke nicht aus, „wenn die eine vernünftige Zweite auf die Beine stellen“, sagt er.

Also ist der Verein nun gefordert – nicht nur, um Semke zurückzugewinnen. Denn um im Nachwuchsbereich nicht nur für Nachbarvereine auszubilden, brauchen die HF ein zweites Herrenteam – der Sprung aus der A-Jugend-Oberliga in die 3. Liga der Herren ist zu groß. „Selbst in die Oberliga schaffen es ja die wenigsten“, sagt Semke. Die Landesliga sei zum Start in den Herrenbereich „schon ganz gut“. Springe müsste nach dem Rückzug allerdings eine Klasse tiefer in der Regionsliga neu beginnen.

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