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Spielertrainer verlässt den TSV Hachmühlen und wechselt nach Kirchbrak

Waldeck will den Spaß nicht verlieren

Fußball (jab). 29 Jahre alt ist Björn Waldeck. 23 davon spielt er Fußball beim TSV Hachmühlen. Damit ist jetzt vorerst Schluss. In der Rückrunde der laufenden Saison wird Waldeck das Trikot des TSV Kirchbrak in der Kreisliga Holzminden tragen. „Ich habe, auf gut Deutsch gesagt, keine Lust mehr, mich verarschen zu lassen“, sagt er.

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Waldeck war in den vergangenen Jahren das Gesicht des Fußballs in Hachmühlen. Nicht nur als Kapitän und Spielmacher der ersten Herrenmannschaft in der 1. Kreisklasse Hameln-Pyrmont. Er packte beim Platzbau mit an, trainierte Jugendteams, übernahm die Öffentlichkeitsarbeit. Am Anfang dieser Saison wurde er Spielertrainer. Ähnlich viel Einsatz vermisste er bei den meisten Mitspielern. „Die Luft ist raus“, sagt er, „ich musste mich um alles kümmern. Und bevor ich keine Lust mehr habe, Fußball zu spielen, gehe ich lieber zu einem Verein, wo ich nur noch Spieler bin.“

In den letzten sechs Wochen vor der Winterpause sei ein geregelter Trainingsbetrieb in Hachmühlen nicht möglich gewesen, weil zu wenig Spieler da waren. „Das Problem war: Diejenigen, auf die Verlass ist, sind verletzt“, sagt Waldeck, der aber betont, dass er im Guten geht: „Ehe ich am Ende zu sauer bin, haue ich lieber jetzt als Kumpel ab.“ Die Weihnachtsfeier am vorigen Wochenende hat er selbstredend noch mitgemacht, auch beim Hallenturnier des SV Mittelrode spielte er noch mit.

„Er wird nicht ganz weg sein“, glaubt TSV-Spartenleiter Kai Steffen, „bei den Umbauarbeiten am Platz packt er noch mit an.“ Kein Wunder, schließlich wohnt Waldeck gleich nebenan. Der Weggang des Spielertrainers kommt für Steffen nicht überraschend. „Björn hatte schon vor der Saison angekündigt, dass er sich eine neue Herausforderung suchen will, wenn es bei uns nicht läuft. Und es war früh abzusehen, dass wir nicht um den Aufstieg mitspielen.“

Waldecks Nachfolger als Coach wird Torsten Sotta, der die Hachmühlener schon bis 2009 trainert hatte. Und warum wechselt Waldeck ausgerechnet ins mehr als 30 Kilometer entfernte Kirchbrak? „Der Trainer dort ist mein Schwager, deshalb kenne ich einige dort“, sagt er. „Es war immer klar: Wenn, dann wechsele ich nur dorthin.“



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