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Vom Trainer zum Spieler

Springe. Daniel Burks Fußball-Philosophie deckt sich voll mit der, die der FC Springe gerne verfolgen will. Sie lautet: Auf die eigene Jugend setzen. Deshalb ist es eigentlich ein Widerspruch, dass der bald 39-Jährige in der Rückrunde für den Kreisligisten aufläuft. Viel länger wird es wohl nicht sein. „Ich würde auch danach helfen“, sagt Burk, macht aber klar: „Ich will wieder als Trainer arbeiten.“ Er glaubt ohnehin nicht, dass er länger gebraucht wird: „Die A-Junioren, die nachrücken, sind so stark, da sind Spieler wie ich eigentlich über.“

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Er kennt sich aus mit dem Nachwuchs. In seinen fünfeinhalb Jahren als Spielertrainer bei der SG Rodenberg habe er drei A-Junioren-Teams in den Herrenbereich integriert. „Ich will mit jungen Leuten arbeiten, die man noch formen kann“, sagt er. Die SGR ist sein Heimatverein, er schaffte den Aufstieg in die Kreisliga Schaumburg, in dieser Saison „funktionierte es aber nicht mehr so zwischen mir und der Mannschaft“, sagt er. Nach neun Spieltagen ging er. Rodenberg überwintert als Letzter, „ich hoffe, sie schaffen den Klassenerhalt“.

Mit FCS-Trainer Ricardo Diaz-Garcia spielte er einst gemeinsam für den FC Stadthagen in der Landesliga. So kam der Kontakt nach Springe zustande. „Eigentlich wollte ich nur bei ein paar Mannschaften im Raum Hannover mittrainieren, um zu sehen, wie es woanders so läuft.“ So fragte er auch bei seinem alten Kumpel Diaz-Garcia an. Der hatte nicht nur nichts dagegen, sondern holte Burk gleich als Ersatz für den verletzten Christopher Schierl ins Team. „Er schien überzeugt zu sein, dass ich der Mannschaft helfen kann“, sagt Burk, „und ich habe mir gesagt: Ich muss nicht sofort wieder Trainer sein.“ Statt die jungen Spieler als Trainer auszubilden, führt er sie künftig auf dem Feld. Der zweifache Familienvater, der als IT-Spezialist am Fliegerhorst der Bundeswehr in Wunstorf arbeitet, soll der FCS-Defensive noch mehr Stabilität verleihen. „Das oberste Ziel sollte es sein, mindestens den zweiten Platz zu halten“, sagt er, „das Potenzial hat die Mannschaft.“

Dass er trotz seines vergleichsweise hohen Alters noch topfit ist, hat Burk zuletzt beim NDZ-Cup bewiesen. „Sport war schon immer das Wichtigste in meinem Leben“, sagt er, „ich habe früher alles gemacht: Tennis, Leichtathletik – ein Zeit lang sogar Turniertanz.“



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