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Trainer Korkmaz verärgert über „Hacke, Spitze, eins, zwei, drei“ / TSV Nettelrede ausgeschieden

Völksen ohne zu überzeugen in der Endrunde

Fußball (jab). Der SC Völksen ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat als Sieger seiner Zwischenrundengruppe die Endrunde bei den Hallenbezirksmeisterschaften der Frauen erreicht. Zufrieden war SCV-Trainer Cenap Korkmaz allerdings nur mit dem Ergebnis. „Es war ein peinlicher Auftritt“, sagte er, „ich bin vor dem letzten Spiel sehr laut geworden in der Kabine.“

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Die Völksenerinnen, Landesliga-Spitzenreiter und in der Halle Titelverteidiger, mussten zum Abschluss im Schulzentrum Süd in Springe gegen das Überraschungsteam vom FC Boffzen antreten, das bis dahin alle Spiele gewonnen hatte und für die Finalrunde bereits qualifiziert war – und das, obwohl die etatmäßige Torfrau nicht dabei war. Der SCV dagegen brauchte mindestens einen Punkt. Korkmaz‘ Ansprache trug offensichtlich Früchte, denn Völksen fuhr einen souveränen 3:1-Sieg durch Tore von Berit Wistal, Melike Dincer und Jovana Strehaljuk ein.

Beim Auftakt hatte Völksen gegen Friesen Lembruch einen Sieg verschenkt. Viermal ging der Titelverteidiger in Führung, viermal glich Lembruch aus – zum Teil nach haarsträubenden Fehlern des SCV, der etwa bei einer Friesen-Ecke wechselte. „Das hatte ich vor dem Turnier ausdrücklich verboten“, so Korkmaz sauer.

Gegen den TV Mellendorf II geriet Völksen in Rückstand, gewann aber noch klar mit 4:1. Das große Zittern begann gegen den TuS Sulingen. In dem mit viel Härte geführten Spiel geriet Völksen in Unterzahl, weil sich Jovana Strehaljuk einwechselte, obwohl keine andere Spielerin den Platz verließ. In Unterzahl musste Anna Korf, die Torhüterin Franziska Kubitza vertrat, ihr ganzes Können aufbieten, um den Rückstand zu verhindern. Im Angriff brachte Völksen nicht viel zustande. Erst als der TuS mit zwei Spielerinnen weniger auf dem Feld stand – zwei Sulingerinnen kassierten nach Fouls Platzverweise –, gelang Strehaljuk der 1:0-Siegtreffer. „Das war zu viel Hacke, Spitze, eins, zwei, drei“, monierte Korkmaz.

Am Vormittag war der TSV Nettelrede in Springe zur Zwischenrunde angetreten. Nach gutem Beginn mit Unentschieden gegen Germania Helstorf (2:2) und den TSV Havelse II (3:3) sowie einem Sieg gegen den HSC Hannover II (2:1) war die Endrunde schon zum Greifen nah. Doch mit knappen Niederlagen gegen Hannover 96 (0:1) und den 1. FFC Hannover (2:3) verspielten die Nettelrederinnen, die ohne ihre Trainer Werner Schwekendiek – er betreute beim parallel stattfindenden Turnier in Bad Münder die D-Mädchen des TSV – anreisten, noch den Einzug in die Finalrunde. Die richtet der SC Völksen am 19. Februar im Schulzentrum Nord aus.

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