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Friedrich Blume lebt und arbeitet auf Mallorca, spielt aber für den SV Altenhagen in der Bezirksoberliga

Vielflieger nicht nur in Sachen Tischtennis

Tischtennis (jab). Friedrich Blume arbeitet dort, wo andere Urlaub machen – auf Mallorca. Das hindert den 29-Jährigen aber nicht daran, für den SV Altenhagen in der Bezirksoberliga an Nummer 1 zu spielen. Von den neun Spielen der Hinrunde hat Blume nur zwei verpasst. Regelmäßig fliegt er von Mallorca ein – nicht nur zum Tischtennis spielen.

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„Ich hatte eh‘ immer vor, alle drei, vier Wochen nach Deutschland zu kommen“, sagt Blume, „jetzt lege ich es eben so, dass es mit den Tischtennis-Terminen passt.“ Nur einmal ist er eigens für ein Punktspiel eingeflogen, für die wichtige Partie gegen Engensen. Sein Einsatz hat sich gelohnt, er gewann beide Einzel und das Doppel mit Kolja Abendroth – Altenhagen siegte 9:5.

Schon als er nach der vorigen Saison seinen Wechsel von Oberligist Tündern nach Altenhagen bekannt gab, habe sich angedeutet, dass es ihn nach Mallorca ziehe, erzählt Blume, der in der Tourismusbranche arbeitet. „Es war ein Karrieresprung“, sagt er, „und in zweieinhalb Stunden ist man in Hannover. Wenn ich in Köln oder Frankfurt arbeiten würde, wäre ich auch nicht schneller da.“

Trainieren kann er mit seinen Altenhägener Teamkollegen freilich nicht. Also hält Blume sich in Palma fit, wo er auch wohnt. Im Schnitt einmal pro Woche trainiert er bei „Palma TT“, der in der Katalonien-Liga spielt. „Das ist etwa so wie bei uns die Landesliga“, sagt Blume. Das Niveau sei allerdings deutlich niedriger. „Tischtennis ist in Spanien kein Breitensport wie in Deutschland“, sagt er. Kein Wunder, dass der Klub gleich versuchte, ihn anzuwerben – Blume lehnte dankend ab. Ihm geht es ums Training, „und darum, Kontakte vor Ort zu haben und spanisch zu sprechen“, sagt er.

Mit seiner Bilanz in der Bezirksoberliga-Hinrunde ist er „grundsätzlich zufrieden“. Abgesehen vom ersten Saisonspiel gegen den VfL Grasdorf II, als er nach langer Pause beide Einzel verlor, „gegen Gegner, die ich normalerweise schlage – das war eine Katastrophe“. Danach verlor er nur noch drei Einzel, damit kann er gut leben, denn „die Liga ist im oberen Paarkreuz stärker geworden“. Sechster sind die Altenhägener nach der Hinrunde. Ein bisschen mehr hatten sie sich vorgenommen. Blume nimmt‘s gelassen: „Wir haben gesehen, dass wir gegen jeden Gegner mithalten können“, sagt er.

Über die Feiertage ist er nun in Springe. Anfang Januar geht‘s zurück nach Mallorca, zum ersten Rückrundenspiel des SVA am 21. Januar gegen Hemmingen II ist er dann wieder da. Zwischendurch, am 7. und 8. Januar steigen die Stadtmeisterschaften. „Da hätte ich gerne mal wieder mitgespielt“, sagt Blume, „aber so lange kann ich dann doch keinen Urlaub nehmen.“



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