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Wie die neunjährige Klara Steuer die Leichtathkletik-Hallenstadtmeisterschaften bei der TuSpo erlebt

Viel Spaß auch ohne erste Plätze

Bad Münder. „Im Weitsprung bin ich gut“, sagt Klara Steuer. Schade, der steht bei den Leichtathletik-Stadtmeisterschaften der TuSpo Bad Münder gar nicht auf dem Programm. Die Neunjährige macht trotzdem mit. Damit ist sie eine von 138 Teilnehmern aus 11 Vereinen, die die 35. Auflage der Traditions- fast zu einer Rekordveranstaltung machen. „Beim 25-jährigen Jubiläum hatten wir noch mehr Meldungen“, sagt Organisator Thomas Webner, „trotzdem sind die Meldezahlen super.“

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Für Klara beginnt der Wettkampf mit dem Schlagballwurf – allerdings mit Verspätung. Denn der Hochsprung der Jugendlichen, die in der ALS-Halle den Anfang gemacht haben, zieht sich etwas. Der Grund sind die tollen Leistungen der Jungs vom TB Stöcken – neben VfV Hildesheim und VSV Rössing einer von drei Vereinen, die erstmals dabei sind: Peer-Hendrik Wedig überspringt 1,78 Meter, beißt sich dann aber an 1,81 Metern die Zähne aus. Die wartenden Kinder auf der Tribüne sind sein Publikum. „Das war toll für die Jungs“, freut sich Webner.

Klara wirft den 80-Gramm-Ball 14 Meter weit. In ihrer Altersklasse ist sie damit Sechste. Aber gegenüber dem Vorjahr hat sie sich um dreieinhalb Meter verbessert. Sie gewinnt selten, andere aus ihrem Verein sind besser, „aber ich kann damit leben“, sagt Klara, „ich mache es ja eigentlich mehr aus Spaß.“ Ihre Mutter Michaela verrät aber: „Ein bisschen wurmt es sie schon.“

Klara wohnt in Springe, als Fünfjährige hat sie beim LAV angefangen. Vor einigen Jahren wechselte aber ein ganzer Schwung Kinder geschlossen zur TuSpo. „Beim LAV gab es so viele Trainerwechsel. Es wurde viel gespielt, was auch wichtig ist, aber die Kinder wollten auch mal andere Disziplinen lernen“, sagt Michaela Steuer.

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LAV-Übungsleiter Jan Holajn weiß, was sie meint. Er ist eine der wenigen Konstanten, was die Trainer in Springe angeht: „Es gibt immer ein paar ältere Jugendliche, die mithelfen“, sagt er, „aber irgendwann gehen sie weg zum Studium oder zur Ausbildung.“ Deshalb habe es mit der Freitagsgruppe, in der die Anfänger trainieren, Probleme gegeben. Die TuSpo kann da mehr Kontinuität bieten, sei aber auch nicht davor gefeit, dass die meisten Kinder nicht bis ins Erwachsenenalter bei der Leichtathletik bleiben, sagt Webner.

Klaras Altersklasse wird zum 36-Meter-Sprint aufgerufen. Hier wird sie Zehnte, aber wieder hat sie sich verbessert. „Hoffentlich schaffe ich es noch, Dritte zu werden“, sagt sie. Dann gäbe es eine Medaille. Zwölf Mädchen sind in ihrer Altersklasse dabei – aber nur fünf Jungs. Die ganz normale Quote, nicht nur bei der TuSpo: „Für Jungs in dem Alter gibt es viel mehr Angebote“, sagt Holajn.

Klaras zweite Lieblingsdisziplin kommt zum Schluss: der 600-Meter-Lauf. Diesmal wird sie Siebte – wieder in persönlicher Bestzeit. Für die Medaille reicht es nicht. Eine Urkunde bekommt sie aber – die kommt zu Hause zu den anderen in ihre große Sammelmappe.



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