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HF nehmen Emmerthal beim 39:24 auseinander / Verfolger Burgdorf II und Großenheidorn verlieren

Unterforderte Springer sind so gut wie Meister

Handball (jab). Oberligist HF Springe kann den Aufstiegssekt kalt stellen. Der Spitzenreiter gewann am Sonnabend in eigener Halle gegen die TSG Emmerthal auch ohne den verletzten Sven Lakenmacher souverän mit 39:24 (21:9). Später am gleichen Abend patzten die bislang ärgsten Verfolger Burgdorf II (gegen Hohnhorst/Haste) und Großenheidorn (gegen Großburgwedel) in ihren Heimspielen. Sechs Spieltage vor Saisonende haben die Springer somit fünf Zähler Vorsprung auf Platz 2 und gehen entspannt in die dreiwöchige Osterpause.

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HF-Torjäger Lakenmacher musste wegen einer Fußverletzung passen. Für ihn sprangen andere in die Bresche – allen voran Christian Bierstedt, der am Kreis durchspielte, weil Florian Backhaus nach einer Magen-Darm-Grippe geschont wurde, und Mike Hairston, der im Rückraum immer besser in Schwung kommt. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten zogen die Springer von 9:7 (18.) auf 25:9 (34.) davon.

Im ersten Durchgang trafen zudem die schnellen Außen Dean Wood und Florian Schmidtchen per Gegenstoß wie sie wollten. Denn die Springer Abwehr stand felsenfest gegen zudem erschreckend schwache Emmerthaler – die in dieser Verfassung im Abstiegskampf ganz schlechte Karten haben werden. Kristof König, der den glücklosen Ex-Emmerthaler Andreas Kinne früh ablöste, hielt sensationell. So brauchte der designierte Meister gegen den designierten Absteiger nicht einmal spielerische Mittel – Tempogegenstöße und die gewaltigen Sprungwürfe von „Air“ Hairston reichten aus.

Dass es für Emmerthal kein noch schlimmeres Debakel gab, lag daran, dass HF-Coach Danilo Loncovic im zweiten Durchgang durchwechselte. Matthias Freier und Mike Bodenburg kamen für Wood und Schmidtchen, Niklas Hermann bekam mehr Spielanteile. Zudem machten die unterforderten Gastgeber nicht mehr so viel Tempo, sodass die leichten Tore ausblieben. „Wir haben es locker ausklingen lassen“, sagte Springes Sönke Koß, im Vorjahr noch TSG-Spielertrainer.

Loncovic war es ganz recht, dass seine Mannschaft die Gäste nicht in Grund und Boden schoss: „Es ist wichtig, dass wir mit den Füßen am Boden bleiben“, sagt er.

HF Springe: Kinne (ab 13. König) – Bierstedt (9), Hairston (8), Wood (7/3), Schmidtchen, Melching (je 4), Gorpishin (3), Bodenburg (2/1), N. Hermann (2), Koß, Freier, Backhaus (n. e.).

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