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Nettelredes Trainer zur dramatischen Lage im Abstiegskampf / Keine Schützenhilfe erwartet

Unger: „Wir haben die Klasse für die Kreisliga“

Fußball (jab). An der Spitze der Kreisliga Hameln-Pyrmont sind die Entscheidungen gefallen – im Keller zittern noch vier Teams. Flegessen steht als Absteiger bereits fest, Rohden, Nettelrede (je 30 Punkte), Fischbeck und Hamelspringe (je 27) könnten noch in die Leistungsklasse folgen. Einen weiteren Absteiger gibt es in jedem Fall noch. Scheitert Lachem als Vizemeister hinter Tündern II in der Relegation, steigt auch der Drittletzte ab. Zur dramatischen Lage im Keller äußert sich Nettelredes Trainer Oliver Unger im NDZ-Nachschuss.

Oliver Unger blickt mit dem TSV Nettelrede in eine ungewisse Zuk

Herr Unger, aus den letzten drei Spielen gab es keinen Punkt, dabei hätte einer gereicht, um sicher drinzubleiben.

Wir haben schon seit vier, fünf Spielen die Chance, den entscheidenden Schritt zu machen, machen ihn aber nicht. Jetzt werden wir im Derby in Eimbeckhausen alles daransetzen, den fehlenden Punkt zu holen.

Können Sie denn auf „Schützenhilfe“ von ihrem Kumpel Michael Wehmann hoffen?

Nein, das ist aber auch nicht unser Anspruch. Wir werden Mittwoch und Freitag trainieren und am Sonntag gut eingestellt auf den Platz gehen. Wenn es dann reicht, ist es gut. Wenn nicht, dann haben wir es auch nicht verdient.

Woran hapert es denn am meisten?

Wir machen zu viele einfache Fehler, die zu Gegentoren führen. Und vorne fehlt die Effizienz im Abschluss. Ein weiteres Problem: Wir haben insgesamt zu viele Verletzte, da kann die körperliche Fitness nicht vorhanden sein. Stefan Schwanz spielt im Grunde ohne Training. Kirs Hausser quält sich seit Wochen und hat sich vermutlich gegen Wallensen das Kreuzband gerissen.

Fehlt es also in der Breite?

Der Kader ist in der Breite bestimmt optimierungsfähig, aber daran liegt es am Ende nicht, wir haben ja immer 14 Leute dabei.

Also fehlt die Klasse für die Kreisliga?

Die Klasse ist in meinen Augen auf jeden Fall vorhanden. Das zeigt die Tatsache, dass wir Teams wie Eimbeckhausen, Hagen und Emmerthal geschlagen haben. Wir haben es aber nicht geschafft, gegen die direkten Konkurrenten zu gewinnen. Gegen Rohden und Hamelspringe haben wir je zweimal verloren, gegen Rohden nur einen Punkt geholt und gegen Flegessen nur drei.

Ist das ein mentales Problem?

Das würde ich nicht sagen, es gibt verschiedene Gründe. In der Hinrunde hatten wir uns noch nicht gefunden, in der Rückrunde haben wir zu viele Geschenke verteilt.

Wenn es schlecht läuft, drohen in der kommenden Saison Derbys gegen Bad Münder, Flegessen und Hamelspringe in der Leistungsklasse...

Damit beschäftigen wir uns nicht. Natürlich hätten wir lieber früher Planungssicherheit gehabt, dann wäre es auch leichter, Verstärkungen für die kommende Saison zu holen. Wir halten die Spannung hoch und sind sicher, dass wir den entscheidenden Punkt holen.



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