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Und hier soll Fußball gespielt werden?

Nach einer dreimonatigen Winterpause soll in der Fußball-Kreisliga Hannover am Wochenende mit den ersten Nachholspielen endlich wieder das Leder rollen. Für den FC Eldagsen II und den TSV Gestorf, die in der Rückrunde im Abstiegskampf jeden Punkt benötigen, stehen dabei gleich schwere Brocken auf dem Spielplan.

Der Torraum auf dem B-Platz in Gestorf ist von Maulwurfshügeln übersät. Foto: Bertram

Autor:

Ronald Kruse

TSV Gestorf (17./4) –

Germania Grasdorf (3./38.)

Nach dem Paukenschlag mit dem Abtritt von Gestorfs Trainer Peter Baron (wir berichteten) steht für den TSV zum Rückrundenstart das nächste Problem auf der Tagesordnung. „Unser Platz wurde nach dem letzten Spiel im November gelöchert und muss nun noch gesandet werden, aber das werden wir bis Sonntag nicht mehr hinbekommen“, sagt Baron, der nach seinem Rückzug weiter als Pressesprecher für die Mannschaft aktiv ist.

Baron informierte Grasdorfs Coach Klaus Komning über einen möglichen Ausfall der Partie, doch der schaltete Staffelleiter Henning Wolters zur Überprüfung ein. Wolters verwies Baron auf die Spiel- und Platzordnung des Niedersächsischen Fußballverbands, nach der entweder ein Ausweichplatz gefunden oder das Heimrecht getauscht werden muss, ansonsten werde das Spiel mit drei Punkten und 5:0 Toren für Grasdorf gewertet.

„Wir müssen die Platzrenovierung komplett in Eigenarbeit machen, dafür hat niemand Verständnis. Und dass die Temperaturen so schnell nach oben gehen, konnte auch niemand ahnen. Dann bleibt uns keine andere Wahl, als den alten B-Platz herzurichten, denn den kleinen Vorteil des Heimrechts wollen wir nicht abgeben“, so Baron, der jedoch das mit Maulwurfshügeln übersäte Geläuf als hohes Verletzungsrisiko ansieht. „Wir wollen ja selbst auch spielen, zumal alle Spieler an Bord sind und wir nach dem 4:1-Sieg im Testspiel beim SV Mehle auf dem richtigen Weg sind“, sagt Baron.

Dennoch sind die Grasdorfer, die Relegationsplatz zwei noch im Blick haben, haushoher Favorit. Im Hinspiel siegte der Tabellendritte mit 6:3, wobei Jochen Sterling alle Gestorfer Treffer erzielte. Der Torjäger wird Neu-Trainer Dirk Koglin allerdings für den Rest der Saison verletzungsbedingt fehlen. Marvin Kessler ist nach seiner Rückkehr von Preußen Hameln noch bis 3. März gesperrt. Dafür sind aber Norman Schiering und Fabian Maiworm am Sonntag (15 Uhr) mit von der Partie.

TuS Wettbergen (5./32) –

FC Eldagsen II (15./14)

Nach vier Wochen intensiver Vorbereitung mit zwei Testspielen steht der Mannschaft von Trainer Karsten Bürst am Sonnabend (14 Uhr) beim Gastspiel in Wettbergen gleich eine schwere Aufgabe bevor. „Wettbergen will sicherlich noch einmal oben angreifen und wird dementsprechend auftreten. Daher haben wir nichts zu verlieren“, sagt der Eldagsener Coach. Dass seine Mannschaft im Abstiegskampf mit dem Rücken zur Wand steht, ist ihm bewusst. Er weiß aber auch, dass er und die Mannschaft von Vereinsseite keinen Druck haben.

„Wir haben noch dreizehn Spiele, acht davon bestreiten wir zu Hause. Dort müssen wir die Punkte holen, dann ist alles möglich“, zeigt sich Bürst im Kampf um den Klassenerhalt zuversichtlich. Das Hinspiel gegen Wettbergen verlor der FCE zwar mit 0:2, hielt aber gegen den Favoriten lange gut mit. „Wir haben das 0:2 erst in der 90. Minute kassiert und das nach der roten Karte gegen Pascal Ebeling“, erinnert sich Bürst.

Daher wird er in Wettbergen auch etwas mutiger agieren und seine Mannschaft nicht nur defensiv einstellen. „Wir haben uns in der Hinrunde zu wenige Torchancen erarbeitet. Daran haben wir in der Vorbereitung gearbeitet und versuchen es jetzt umzusetzen. Es wäre psychologisch wichtig, auch mal in Führung zu gehen und dann auf Konter zu lauern“, sagt Bürst. Trotz der Winterabgänge von Marcel Hirt und Nils Sudholt kann Bürst eine starke Truppe ins Rennen schicken, lediglich Florian Siuts wird wohl noch länger ausfallen.



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